Am Anfang war es nur eine Idee...

...die Idee meiner Frau Bettina, die im Frühjahr 1998 den entscheidenden gedanklichen Anstoß gab und mir mit AQUAMARIN die Verwirklichung eines Lebenstraums ermöglichte.

Der Rumpf unserer gemeinsamen Segelyacht wurde dann nach teilweise nächtelangen Vorüberlegungen bereits im Spätsommer 1998 beim HD-System Yachtbaupartner Werner Hohmuth in Jena in Auftrag gegeben und bei LikaNAVATA in Luhov, Czechien, von Dezember 1998 bis März 1999, nach den Bauplänen des Yachtkonstrukteurs Kurt Reinke, Bremen, gebaut. Zum Bauumfang gehörte der komplette Rumpf, sauber verschweißt und wenn nötig gerichtet, aus seewasserbeständigem Aluminium Al Mg 4,5 Mn und zusätzlich die ASY-Twinkiele, mit 2 x 2.800 = 5.600 kg Bleiballast.

Der Alu-Kasko der Reinke 13M wurde am 23. März 1999 per Schwerlasttransport (8.600 Kg) nach Göttingen gebracht und dort, in einer ehemaligen Fahrzeughalle der Bundeswehr, bis Mitte Juni 2000 vom Eigner, seinem Sohn Robert und vielen versierten Freunden und Helfern komplett ausgebaut und eingerichtet. Die Fertigstellung konnte bereits nach sensationell kurzen 15 Monaten und ca. 2.800 Ausbaustunden (einschließlich der Helferstunden), am 23. Juni 2000, mit einem zünftigen und feuchtfröhlichen Hallenfest gefeiert werden.

Am Montag, dem 26. Juni 2000, erfolgte dann der förmliche Stapellauf. Mit lediglich einem Zentimeter Spiel zwischen dem Decksaufbau und den großen, 4 Meter hohen Flügeltoren wurde AQUAMARIN langsam und durch Seile gesichert, auf Stahlrollen aus der Halle gezogen und durch einen Autokran auf den bereitstehenden Schwerlasttransporter (Gewicht jetzt 11.500 Kg) gehoben. Am 27. Juni kam dann die Stunde der Wahrheit: AQUAMARIN wurde in der Grell-Werft in Lübeck-Schlutup zum ersten Mal ins Wasser gehoben und nach 15 Kontroll-Minuten in den Hebegurten endgültig ihrem vorbestimmten Element überlassen. Unglaublich: An keiner Stelle dringt Wasser ein. Die Bilge bleibt knochentrocken. Der anschließende Griff zum Zündschlüssel ist an Spannung kaum noch zu übertreffen. Das nächste Wunder: Der Vetus-Deutz-Schiffsdiesel springt nach der ersten Schlüsseldrehung an! Sichtbar erschöpft, wenngleich erleichtert, den aufkommenden Glücksgefühlen und den eigenen Fertigkeiten noch misstrauend, geht AQUAMARIN anschließend mit Eigner und Segelfreund Uwe Kausch, in den letzten Monaten und auch hier u.a. für die Motivation zuständig, zum Fischessen auf Jungfernfahrt nach Travemünde. Was für ein unglaubliches Gefühl!

Zwei Wochen später wird AQUAMARIN mit Hilfe des Segelmachers Jürgen Diekow aufgeriggt und damit endlich zur (fast) fertigen Segelyacht. Fast fertig ist dabei als Dauerzustand zu verstehen: Eine Segelyacht ist, insbesondere was die Ausrüstung anbelangt, nie so ganz fertig.


Allerdings ist AQUAMARIN inzwischen eine richtige Hochseeyacht, gebaut und ausgerüstet für alle Fahrgebiete der Welt, mit hohem Sicherheitsstandard und -reserven. Die Bauart, die solide Isolierung und eine gute Lüftung garantieren ein angenehmes und trockenes Segeln und, nicht weniger wichtig, ein komfortables Bordleben. AQUAMARIN vermittelt Sicherheit bei hartem Wetter und ist auch von einer Person noch zu handhaben. Die Yacht ist annähernd komplett und sehr komfortabel ausgestattet und für das angenehme und sichere Seglerleben von zwei Personen gebaut und eingerichtet.