St. Petersburg II

Donnerstag 28. Juni 2007

Um 11:00 Uhr haben wir uns mit Tatiana und Fahrer zu einer mehrstündigen Stadtrundfahrt verabredet. Die Schiffbauingenieurin Tatiana besitzt ein ungewöhnlich profundes Wissen über die Geschichte ihrer Stadt, Ihrer Zaren und über deren Bauwerke in den verschiedenen Epochen. Es werden interessante und informative fünf Stunden, in denen uns bei schönstem Sommersonnenwetter sehr exklusiv die bekanntesten der unzähligen Sehenswürdigkeiten St. Petersburgs gezeigt wurden.

Hier begann 1703 die Geschichte St. Petersburgs:

In dem Gebäudemantel befindet sich die erste spartanische Unterkunft Peters des Großen: Eine Holzhütte von gefangenen Schweden innerhalb von drei Tagen für ihn erbaut.

Panzerkreuzer Aurora, ein Nationalheiligtum, um das sich viele Legenden ranken!

Universitätskai auf der Spitze der Wassili-Insel mit Wasserspielen (abends mit Illumination und Musik)

Historische Plätze werden gern von Hochzeitsgesellschaften aufgesucht

Peter-Paul- Kathedrale in der Festung, Grabstätte der russischen Zaren

Sarkophage u.a. von Peter dem Großen und Katharina der Großen

Festungsmauer mit Blick auf die Newa

Bettina mit Fremdenführerin Tatiana

Nikolaus-Morskoi-Kathedrale mit separatem Glockenturm (hier haben wir eine kleine Ikone mit einem Bildnis des Schutzheiligen der Seefahrer erworben, die nun Aquamarin beschützt)

Isaaks-Kathedrale

Reiterdenkmal für Nikolaus I.

Neue Ermitage

Neue Ermitage, Portikus mit Atlanten (und Tatiana/Bettina)

Schlossplatzansicht des Winterpalastes

Und zum Abschluss: Einkauf in einer Markthalle

Nicht nur freundlich, sondern ein seltenes Verkaufstalent!

 

Freitag 29. Juni 2007

Heute ist ein Ausflug mit Tatiana zum Katharinenpalast Tsarskoje Selo geplant. Er befindet sich in Puschkin, einer Vorstadt St. Petersburgs, ca. 30 km vom Stadtkern entfernt und beherbergt auch das rekonstruierte Bernsteinzimmer. Wir starten um 12:00 Uhr und geraten sehr schnell in einen einen schier endlosen Stau. Nach fast einer Stunde ging es endlich weiter: Eine Ampel war ausgefallen, die Polizei stand tatenlos daneben und schaute ungerührt zu! Tatiana bemerkte nur lakonisch: Das ist Russland!

Um 14:00 Uhr erreichen wir endlich den Katharinenpalast, Tatiana verschwindet in einem Büro, wir warten kurz vor dem Eingang und bewundern das gewaltige Bauwerk (Katharina gefiel der Sommerpalast der Zaren nicht, sie wollte etwas Eigenes!) mit seiner endlosen Fassade.

Vor dem Haupteingang stehen in langen Schlangen wartende und fast ausnahmslos ausländische Gruppen mit ihren Führern. Der Eingang für Einzelbesucher (die Schlangen sind hier noch länger) befindet sich auf der Gartenseite des Palastes. Tatiana kommt mit einer wichtigen Person, und ...

... wir werden exklusiv und unmittelbar über einen besonderen Eingang (quasi durch die Hintertür) in den Palast geleitet. Kein Warten oder Anstehen! Wie diese Zauberkunststück gelang, blieb uns verborgen. Jedenfalls wurden wir auch im folgenden wie VIPs behandelt. Für uns öffneten sich Türen, die für normale Besucher verschlossen bleiben.

Es folgen einige unkommentierte Innenansichten, im Bernsteinzimmer war fotografieren jedoch verboten.

Die dem Palastgarten zugewandte Schloßseite

Der Schlossgarten ist gewaltige 70 ha groß. In dem sehr gepflegten Garten befinden sich viele Solitärbauten der unterschiedlichsten Stilrichtungen.

Um 17:00 Uhr beginnen wir die Rückfahrt. Wir wollen uns die vorhersehbaren Staus des Peterburger Feierabendverkehrs ersparen, steigen am Leninplatz, noch in einem Vorort aus und nehmen die U-Bahn in die Innenstadt. Der kurzzeitige heftige Regenschauer hat aufgehört, die Sonne strahlt wieder vom Himmel. Wir gehen essen, besuchen ein Internetcaffee in einem dunklen Hinterhof, erledigen unsere Fanpost und fahren mit der U-Bahn um 23:00 Uhr zurück zum Boot.

 

Sonnabend 30. Juni 2007

Müssen wir noch hervorheben, dass die Sonne scheint? Für heute haben wir einen individuellen Ausflug zum Sommerpalast Peterhof geplant. Um 11:00 fahren wir mit dem O-Bus (Haltestelle etwa 500 Meter vom Boot entfernt) zum Winterpalast. Dort befindet sich die Anlegepier für die Tragflächenboote, die in kurzen Abständen und mit 80 km/h zum Somerpalast brausen.

Bettina im O-Bus

Der Sitz der Schaffnerin. Es ist an alles gedacht: Komfortable E-Heizung unter dem historischen Sitz und sicherheitshalber (warum wohl?) eine große Dose Rattengift!

Dagegen erinnert das Innere des Tragflächenbootes eher an ein Flugzeug

Anlegestelle Peterhof

Wir werden mit Musik empfangen

Auf dem steilen Abhang vor dem Sommerpalast ist die große Kaskade installiert, eine der größten Fontänen-konstruktionen der Welt. Hier sind 64 mit Statuen und Reliefs geschmückte Springbrunnen zu bestaunen.

Die Schlosskirche

 

Die Schlossanlage des Sommerpalastes zieht sich mit ihrem Park kilometerweit am Meer entlang. In ihm befinden sich etliche mit weiteren Kaskaden, Grotten, Blumengärten, Statuen ausgestattete kleinere Paläste und Pavillons. Unter den Springbrunnen bleiben vor allem die Scherzfontänen (ständig von Kindern belagert) im Gedächtnis.

Überall werden die Besucher mit Musik erfreut

Um 18:30 Uhr sind wir zurück auf unserem Boot und verleben dort noch einen ruhigen Abend.

 

Weiter mit St. Petersburg III

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