Karlskrona bis Gislövs Hamn

Mitwoch, 05. September 2007

Heute soll die Fahrt bis zur Insel Hanö gehen. Wir lassen es ruhig angehen und legen erst um 10:20 Uhr in Karlskrona ab. Es ist ein strahlend schöner Tag, nicht ein einziges Wölkchen läßt sich am Himmel blicken. Gern wären wir noch ein bis zwei Tage geblieben. Die Windprognose lautet N um 5 m/s. Tatsächlich haben wir anfangs kaum messbaren Wind, später 3-5 m/s, jedoch aus SW, das übliche Spielchen!

 Dieser schwedischer Großsegler kam uns mit einem Knoten Fahrt entgegen. Wir dachten erst, er ankert!

Spiegelglatte See

Um 11:30 Uhr passieren wir nach Funkanruf ohne jede Verzögerung die Hasslö-Drehbrücke

Anschließend segeln wir mit WSW-Wind und ca. drei Knoten Fahrt Kurs 190°, Richtung Bornholm. Nach zwei Seemeilen entscheiden wir uns doch für eine Motorfahrt nach Hanö, da uns weitere 20 Stunden für die mehr als 60 Seemeilen nach Rönne/Bornholm nicht so richtig erstrebenswert erschienen. Wir haben diese Entscheidung nicht bereut. Um 15:20 Uhr machen wir nach 29,4 Seemeilen im Inselhafen von Hanö fest und sind sofort von der Atmosphäre des Hafens und des bezaubernden kleinen Ortes  mit 30 Einwohnern (im Sommer etwa 100) begeistert. Hanö wird zu Recht die Perle der Ostsee genannt, davon sind wir sehr schnell überzeugt.

Ansteuerung des Hafen Hanö

Wanderung zum Englischen Friedhof und zum Leuchtfeuer auf einem über 60 Meter hohen Felsplateau

Während des Krieges gegen Napoleon hatte die englische Flotte auf Hanö ihre Ostseebasis. Hier wurden in den Jahren 1810 bis 1812 insgesamt 15 englische Soldaten begraben. Noch heute besuchen englische Kriegsschiffe regelmäßig Hanö. Auf dem Friedhof werden dann gemeinsame Gedenkgottesdienste abgehalten.

Zurück an Bord

Der schöne Tag wird mit einem würdigen Sonnenuntergang abgeschlossen

Donnerstag, 06. September 2007

Um Punkt 10:00 Uhr legen wir im Inselhafen von Hanö ab. Der Himmel zeigt sich am Morgen trübe und bewölkt, wenigstens regnet es nicht. Es weht ein nur schwacher Wind, so dass es auch heute bei einigen Segelversuchen bleibt. Nachmittags klart es auf und als wir um 15:30 Uhr nach 32,5 Seemeilen im Hafen von Simrishamn anlegen, scheint die Sonne von einem strahlend blauen Himmel.

Wenige Seemeilen vor Simrishamn

Im sicheren Hafen

Simrisham ist Heimathafen für eine große Fischereiflotte

Fotos von einer ersten Fahraderkundung

Abendstimmung im Yachthafen

 

Freitag, 07. September 2007

Kurz vor 10:00 Uhr geht es weiter. Wir verlassen Simrishamn bei strahlend blauem Himmel und einem schwachen Wind aus Nord. In der ersten Stunde legen wir lediglich 2,5 Seemeilen unter Segeln zurück. Dann reicht es uns und der Motorschlüssel kommt zum Einsatz. Als wir das Kap Sandhammaren runden, damit die Hanöbucht verlassen und auf Westkurs gehen, dreht der Wind ebenfalls auf West und nimmt darüber hinaus beständig an Stärke zu. Nun muß doch noch richtig gegenan gebolzt werden. Spaß macht das nicht. Nach 48,5 Seemeilen machen wir um Punkt 18:00 Uhr im Yachthafen von Gislövsläge, im Nahbereich von Trelleborg, fest. Beim Anlegen gerät uns ein Festmacher in die Schiffsschraube. Nach vielen vergeblichen Versuchen bekommen wir ihn nach einer halben Stunde ohne Tauchgang frei.

Später machen wir einen Spaziergang zum ca. drei Kilometer entfernten Zeltplatz und geben dort in einem netten Restaurant unsere letzten Schwedenkronen für ein rustikales und schmackhaftes Grillbuffet aus. Es wird unser diesjähriger Abschiedsabend in Schweden. Wir wollen Morgen früh nach genau vier Wochen Schwedenaufenthalt in Richtung Dänemark segeln. Gegen 23:00 Uhr verlassen wir das Restaurant, machen noch eine Nachtaufnahme und sind kurz nach 23:30 wieder auf unserem Boot.

 

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