Sonntag, 29. Juli bis Mittwoch 01. August 2007

Wie berichtet, sind wir den ganzen Sonnabend noch in der in den Turkuschären gelegenen und mit allem Komfort ausgestatteten Airisto Strand Marina geblieben und haben den Tag unter anderem für eine längere Fahrradtour über einige der hier durch Brücken verbundenen Schäreninseln genutzt. Der Himmel ist unterschiedlich bewölkt, die Temperatur beträgt 20° Celsius und der Wind weht mit 6 Bft, mit Böen von 8 Bft.

Sonntag starten wir um 11:40 Uhr mit achterlichem Wind und nur mit der Genua die kurze Überfahrt nach Turku (schwedisch Åbo). Wir lassen uns mit vier bis fünf Knoten treiben, es ist die ersten zwei Stunden noch sonnig und warm. Es wird dann jedoch wechselhaft, ab und zu gibt es Regenschauer.  Bereits um 14:50 Uhr legen wir im Gästehafen von Turku an. Turku ist mit 175.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Finnlands und Zentrum des drittgrößten Ballungsraumes. Sie liegt in der südwestfinnischen Landschaft Varsinais-Suomi, an der Mündung des Aurajoki-Flusses in die Ostsee. Der Stadt vorgelagert ist eine wirklich einmalige und traumhafte Landschaft, das Schärenmeer (Turkuschären), ein ausgedehntes Archipel aus über 20.000 Inseln. Die Universitätsstadt (drei Universitäten) ist zweisprachig, der Schwedenanteil beträgt jedoch nur noch 5,2 %. Allerdings haben viele der heute als Finnen geführten Einwohner schwedische Wurzeln. Was uns in dieser finnischen Stadt einmal mehr auffällt, ist die für ein Land mit lediglich fünf Millionen Einwohnern enorme und gut funktionierende Infrastruktur sowie die Freundlichkeit und die Hilfsbereitschaft der Menschen, von denen sehr viele sogar recht gut deutsch sprechen. Englisch kann ohnehin fast immer vorausgesetzt werden.

Aquamarin im Gästehafen von Turku

Eine nette Geste: Wie fast durchweg in Finnland üblich, wird auch hier für uns die deutsche Nationale gehisst!

Fit für Pisa: Ein Schornstein mit der beleuchteten arithmetischen Reihe 1 1 2 3 5 8 13 21 34 55

In der Stille der Nacht ...

Marktbesuch am Montag

Am Montag besuchen wir den Markt und machen eine längere Fahrradtour. Es ist wechselnd bewölkt und bis auf ein Gewitter am späten Nachmittag noch trocken. Abends sitzen wir im Cockpit, planen und besprechen unseren für morgen geplanten Start zu den Ålandinseln und deren Zentrum Mariehamn, wir haben drei Tage für die knapp 100 sm eingeplant, und lesen (u.a. die FAZ vom Sonnabend). Es fängt zu regnen an, im Schutz unserer Kuchenbude ist es jedoch durchaus nicht ungemütlich. Was als Landregen beginnt, steigert sich zum strömenden Regen, der die ganze Nacht über nicht aufhört. Erst am Dienstag Abend stellen sich dann erste kurze Pausen ein. So etwas haben wir seit dem Beginn unserer Ostseetour im Mai noch nicht erlebt. Wir verschieben den Start zu den Ålands um einen Tag und hoffen, dass die uns zugänglichen Wetterprognosen (Besserung ab Mittwoch, Sonne, am Wochenende bis 27° Celsius) auch tatsächlich stimmen.

Hier geht es weiter ...                        ... und hier gehts zurück