Porvoo

Freitag, 13. Juli 2007

Gestern abend haben wir bei schönstem Sonnenschein in der Marina von Porvoo (mit Mausklick ist die Internetseite von Porvoo zu erreichen) oder schwedisch Borga angelegt und uns gleich in diese außerordentlich hübsch gelegene Stadt "verliebt". Die Stadt hat knapp 50.000 Einwohner, von denen etwa 33% schwedischsprachig sind. Porvoo ist die finnische Übersetzung des schwedischen Ursprungdnamens Borga (den kleinen Kreis über dem A gibt mein PC nicht her), der sowohl die Burg auf dem Hügel, als auch den darunterliegenden Fluss bezeichnet.

Schwedisch bedeutet "borg" Burg und "a" (mit aufgesetztem Kreis) Fluss. Die Burg gibt es heute nicht mehr, dafür eine vollständig erhaltene 18 ha große Altstadt, mit Flussdepots (s. Fotos u.), Pflasterstraßen und schönen alten Gebäuden mit idyllischen Innenhöfen, die der Altstadt eine ganz besondere historische Atmosphäre verleihen. Für uns ist klar, dass wir hier einige Tage bleiben werden. Im Fremdenverkehrsbüro wird deutsch gesprochen und ich bekomme sogar eine deutschsprachige 46 Seiten starke Broschüre mit allen notwendigen Informationen über die Stadt. Da kommt nochmals ein klein wenig Wut über die Arroganz der Behörden in St. Petersburg auf, die sich lediglich zu einigen englischsprachigen Absätzen in einer russisch verfassten Infobroschüre aufraffen konnten.

Hier gibt es im Hafen ein schnelles und kostenloses W-Lan-Netz, für mich ohnehin immer ein Grund zum Bleiben. Außerdem Waschmaschine und Trockner, was wiederum Bettina gefällt. Beide Einrichtungen nutzen wir erst einmal ausgiebig, u.a. lese ich wieder das GT, um anschließend die Stadt und insbesondere die Altstadt zu Fuß und mit unseren Fahrrädern zu erkunden, einzukehren und einzukaufen.

Nach Sonnenuntergang in Porvoo

Um 00:30 Uhr kann man gerade noch lesen

Sonnabend, 14. Juli 2007

Es regnet den ganzen Tag. Das haben wir in den zwei Monaten, die wir jetzt bereits unterwegs sind, noch nicht erlebt! Der Wetterbericht sagt erst für Sonntag Nachmittag eine Besserung voraus. Da wir nicht im Regen unterwegs sein wollen, planen wir die Weiterfahrt erst für Montag ein, uns treibt ja niemand. Bettina macht einen Ausflug zu Lidl, ich fummel ein wenig im Internet herum und finde unseren Logbuchauszug vom Dienstag im Göttinger Tageblatt, überprüfe und warte dann unseren Schiffsdiesel und lese, lese, lese. Der Regen prasselt zwischenzeitlich immer wieder einmal auf das Schiff, es ist gemütlich. Wie schnell ist nichts getan! Am Abend machen wir einen gemeinsamen Spaziergang, anschließend verschanzt sich jeder mit seiner Lektüre. Das Krokodil im Nacken habe ich ausgelesen, jetzt ist Die Tote im Götakanal von Sjöwall/Wahlöö dran!

Sonntag, 15. Juli 2007

Es regnet weiter, wie vorhergesagt. Wir stehen sehr spät auf und setzen unser Programm vom Sonnabend fort.

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