Montag, 23. bis Freitag 27. Juli 2007

Die 1874 gegründete Kleinstadt Hanko ist die südlichste Stadt Finnlands mit einer 130 km langen Küste, vielen Felsbuchten und insgesamt 30 km Sandstrand. Als Hafenplatz wird die Halbinsel Hankoniemi erstmals gegen Ende des 13. Jahrhunderts erwähnt. Hanko ist in Finnland ein bekannter und beliebter Ferien- und Kurort, der sich durch viele schöne Sommervillen in repräsentativer Holzbauweise auszeichnet. Sandstrände und Felsbuckel wechseln sich hier ständig ab. Hanko soll die sonnenreichste Stadt Finnlands sein. Davon merken wir jedoch erst einmal nichts. Kurz nach unserer Ankunft fängt es an zu regnen und der Wind erreicht in Böen Sturmstärke. In der Nacht zum Dienstag schaukelt unser Boot am Steg wie auf hoher See, der etwa 60 Meter Schwimmsteg bewegt sich schlangenförmig mit einer Amplitude von gut einem Meter auf und ab. Ein Wunder, dass keine größeren Schäden passieren.

Der Dienstag beginnt trübe, der Wind flaut bis zum frühen Nachmittag ganz langsam ab. Dann kommt auch wieder die Sonne hervor. Abends gehen wir nochmals und diesmal richtig gut essen. In umgebauten Speicherhäusern direkt am Hafen befinden sich mehrere sehr anspruchsvolle (und nicht ganz billige) Restaurants. Natürlich vergessen wir nicht, unserem Sohn Robert und unserem Schwiegersohn Christian, die beide heute Geburtstag haben, fernmündlich zu gratulieren.

Der Mittwoch zeigt sich wieder wolkenverhangen, ab und zu regnet es. Wir werden dann auch durch einen längeren Regenschauer ziemlich am Ende einer 25 km-Fahrradtour durch Hanko und Umgebung durchnässt. Langweilig wird es uns trotz des ungemütlichen Wetters nicht.

Donnerstag ist dafür wie zum Ausgleich wieder ein wolkenloser, strahlend schöner Tag. Unseren ursprünglich für heute geplanten Aufbruch in Richtung Turku verschieben wir nochmals um einen Tag, da der kräftig aus Nordwest wehende Wind uns einmal mehr zum Dauereinsatz unserer Maschine gezwungen hätte. Die Wettervorhersage prognostiziert für morgen Südwind mit 3-4 Bft, was uns auf einen angenehmen Segeltag hoffen läßt.

Später sind wir Gäste bei unseren Stegnachbarn Hans-Jürgen und Ruth auf ihrer Moody 38 Mistral und verleben gemeinsam einen netten Abend. Die Mumm und Rotkäppchenvorräte scheinen auf diesem Boot unerschöpflich zu sein.

Freitag um 11:00 Uhr legen wir bei schönstem Sonnenschein in der Hanko-Marina ab und machen uns auf den Weg Richtung Turku. Der Wind weht anfangs, wie vorhergesagt und von uns erhofft, mit 3-4 Bft aus Südost. Bereits kurz nach dem Hafen setzen wir das Großsegel und die Genua und kommen mit durchschnittlich 6 Knoten auch gut voran. Es ist ein angenehmes, entspanntes Segeln. Gegen 14:00 Uhr beginnt es sich langsam einzutrüben, der Wind dreht weiter auf Süd und nimmt deutlich zu. Um 16:00 Uhr weht er schon mit sechs Bft von Achtern, also kein Problem, unangenehmer ist der ebenfalls einsetzende Regen. Um 17:00 Uhr machen wir nach 45,1 durch eine großartige Schärenlandschaft gesegelten Meilen in der sehr hübchen Airisto Strand Marina, nur noch 15 sm von Turku entfernt, fest.

Aquamarin in der Airisto Strand Marina und ...

... einige Fotos aus der näheren Umgebung

 

Wir entscheiden uns, den Sonnabend noch in dieser hübschen Umgebung zu bleiben, machen eine ausgedehnte Fahrradtour über die mit Brücken verbundenen Inseln und erleben im Airistorestaurant einen südamerikanischen Gitarrenabend.

Hier geht es weiter ...                        ... und hier gehts zurück