Von Haapassaari nach Hamina/Finnland

Donnerstag 05. Juli 2007

Nach unserer Ankunft in Haapassaari/Finnland (60°17,2'N, 27°11,3'E) können wir den Zoll-/Grenzschutzanleger (siehe nachfolgendes Foto) noch zu einem ausgiebigen Frühstück nutzen. Erst danach überlegen wir uns anhand der Karten und eines Finnland-Handbuches wohin wir zunächst weiter segeln wollen und entscheiden uns für Hamina auf dem finnischen Festland. Um 09:00 Uhr (jetzt finnischer Zeit, in Deutschland ist es 08:00 Uhr) legen wir ab und

machen kurz nach 12:00 Uhr und weiteren knapp 20 sm in Hamina (Fredrikshamn*) fest. Damit haben wir seit gestern Nachmittag insgesamt 130 sm zuückgelegt. Zum Wetter lassen wir einfach einmal die Fotos sprechen. Unterwegs hatte ich mit Alexander Frey telefoniert und im ein mögliches Problem (Startgeräusch) mit dem Dieselmotor geschildert. Er hatte dann auch sofort die richtige Diagnose gestellt: Motor-Gummilager entweder lose oder defekt. Tatsächlich hatten sich lediglich bei zwei Lagern die Schrauben gelockert. Herzlichen Dank Alexander!

*In vielen finnischen Städten leben starke schwedische Minderheiten. Dadurch wird häufig ein zweiter (schwedischer) Städtename geführt.

Aquamarin am Gästekai von Hamina/Fredrikshamn

Unmitelbar nach dem Festmachen gingen wir unser verdientes Anlegebier trinken (7.-€), bezahlten die Liegegebühr in Höhe von 14.-€ (Strom, Wasser und Sauna inbegriffen), reservierten eine der beiden Saunen für uns um 19:00 Uhr und gingen dann erst einmal schlafen. Um 16:00 Uhr waren wir jedoch bereits wieder auf den Beinen, machten per Fahrrad eine erste Stadtbesichtigung und klärten in der Bibliothek die Internetnutzung per eigenem Laptop. Alles kein Problem: Jeder ist hier freundlich und hilfsbereit. Was für ein wohltuender Unterschied zu Russland!

Rathaus von Hamina im Mittelpunkt der sternförmig angelegten Wehranlagen

Die alte Festungsanlage wird heute als Freilichtbühne genutzt. Nächste Woche finden hier die überregional beachteten Horse-Festtage statt (fehlt nur noch Klaus Storbeck)

Auch nachfolgend sieht man ganz pragmatische Lösungen zur Nutzung der alten Festung. Was in Deutschland wohl der Denkmalsschutz dazu sagen würde?

Marienkirche aus dem 15. Jahrhundert

Hamina hatte durch seine Nähe zu Russland immer eine besondere militärische Bedeutung. Das Foto zeigt die Militärakademie für Reserveofiziere

Man sieht: Mit dem Euro und mit Lidl sind wir wieder in Europa angekommen

Und abends (nicht in die Oper) diesmal in die Sauna, mit eigener Terrasse und Baden direkt im See

 

Freitag 06. bis Sonntag 08. Juli 2007

Nach St. Petersburg haben wir jetzt alle Zeit der Welt. Wir stehen nicht mehr unter dem Druck, zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort sein zu müssen, sondern werden uns stärker nach Wind und Wetter richten. Insbesondere werden wir uns in den Orten im riesigen Schärengarten Finnlands länger aufhalten, die uns besonders gut gefallen.

Hamina ist ein solcher Ort! Wir wollen die günstige Infrastruktur und die schöne Stadt und ihre Umgebung nutzen um bis Sonntag zu bleiben und uns vom durchaus stressigen Russlandtrip ein wenig erholen. "Unsere Sauna" mit eigenem See (50 Meter vom Boot entfernt) haben wir deshalb nochmals am Freitag Abend (ist auch in Göttingen unser Saunatag) und heute Nachmittag (Sonnabend) für zwei Stunden genutzt. Zwischendurch standen Stadtbesichtigen, Bummeln/Einkaufen, Bibliotheksbesuche und "Fummeln" am Boot auf dem Programm. Abends gehen wir in die Stadt zum "Chinesen" essen und trinken dabei zum ersten Mal das "beste chinesische Bier".

Sonntag schlafen wir lange und haben dann, ausnahmsweise ist es mal ein trüber Tag, beide keine Lust zum Weiterfahren, sondern setzen lieber unser Entspannungsprogramm fort. Als wir nachmittags in der Sauna sind, reißt der Himmel plötzlich auf und es wird sonnig und noch sehr warm. Wenn wir das geahnt hätten, wären wir wohl doch gestartet. Nun soll es Montag definitiv einen kleinen Schritt weiter gehen.

Abends sitzen wir in der Hafenbar am Wasser und genießen den Sonnenuntergang.

 

Nachfolgend Fotos von unserem obligatorischen sonnabendlichen Marktbesuch

Die frechen Biester auf meinem Fahrradlenker treten hier überall in Scharen auf, wir sind wohl die einzigen die entzückt von diesen Gesellen sind! Auf den Märkten überfallen sie die Stände und klauen Obst u. Gemüse "wie die Raben". Die Händler hängen zur Abschreckung CDs auf, die Vögel lachen sich kaputt und klauen weiter!

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