Von Lohusala nach Tallinn (Reval)

21. Juni 2007

Wir stehen spät auf und trödeln ein wenig herum. Ich nutze das schnelle W-Lan-Netz in Lohusala für Infos aus dem GT, Post und Homepage. Kurz vor 12:00 legen wir ab und starten die letzten 22 Seemeilen nach Tallinn, zu einem weiteren Höhepunkt unserer Reise. Die See ist platt wie ein Laken.

Um 14:00 Uhr kommt die Sonne wieder zum Vorschein. Der Schiffsverkehr nimmt zu. Die vielen Fähren, Frachter, Tanker und Kreuzfahrtschiffe können wir -dank AIS-, jeweils lange bevor wir sie tatsächlich zu Gesicht bekommen und auch hinter Landzungen, auf unserem Plotter verfolgen. Wir sehen dort die Namen, das Rufzeichen, die Geschwindigkeit und den Kurs aller Schiffe im Umkreis der von uns eingestellten 20 sm. Gegebenenfalls gibt der Plotter eine Kollisionswarnung. Ein tolles Informationssystem! Wir können so auch die Geschwindigkeit der Schnellfähren nach Helsinki auf unserem Bildschirm ablesen: 33-36 kn!

Als sich zwei dieser Fähren begegnen können wir eine Annäherungsgeschwindigkeit der beiden Boote von über 120 km/h beobachten. Da muss man sich als Segler in Acht nehmen! Die von See aus sich abzeichnende Stadtkulisse mit ihren vielen Türmen ist beeindruckend. Um 15:20 Uhr machen wir bei schönstem Sonnenschein im Olympiahafen von 1980, Tallinn-Pirita, an einer Mooringtonne fest.

Wir klaren das Schiff auf und ich aktualisiere unsere Webseite. Dann gehen wir auf die Dachterrasse des direkt am Hafen liegenden Olympiastaurants Eis essen (bekam uns nicht so gut!) und gegen 18:30 Uhr fahren wir mit unseren Bordrädern über die langgezogene Strandpromenade in die sechs Kilometer entfernte Altstadt von Tallinn. Um 24:15 Uhr sind wir an Bord zurück und um 01:30 Uhr gehen wir schlafen. In der Stadt und um uns herum wird noch gefeiert. Es ist Midsommer und es wird nicht mehr dunkel. Die großen Partys steigen jedoch erst am Freitag und Sonnabend.

Weltkulturerbe Altstadt

Die Altstadt von Tallinn hat eine imposante Größe. Es reihen sich derart viele schöne alte Gebäude, teilweise noch aus dem 12. Jahrhundert, anneinander, dass man garnicht weiß, wo man zuerst hinschauen soll. Beeindruckend sind auch die vielen äußerst gepflegten Parkanlagen und auch die Sauberkeit der Stadt.

Über solch eine Toilettenanlage reden wir in Göttingen schon Jahrzehnte!

wir kehren am Marktplatz zum Abendessen ein

Unten: Eine beeindruckend hübsche Idee

22. Juni 2007

Auch heute sind wir wieder bei allerschönstem Sommerwetter mit unseren Fahrrädern auf Entdeckungstour in Tallinn unterweg. Am Rande der Altstadt werden die Räder angeschlossen und trotz unserer Befürchtungen stehen sie tatsächlich am Abend noch auf ihrem Platz.

Eine gute Idee: Mitten in der Innenstadt eine kleine Oase zum Entspannen! Ob das auch bei uns funktionieren würde?

Unsere obligatorische Kaffeepause am späten Nachmittag

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