Segelsaison 2016

Autor: Hans-Joachim

Mai bis 13. Juni

Am Mittwoch, den 18. Mai, um 07.00 beginnen -so spät wie noch nie- die Vorbereitungen auf die Saison 2016. Ich hole Rolf von zu Hause ab und gemeinsam geht es nach Fehmarn. Wir kommen gut voran, zu gut wie sich kurz vor Oldenburg herausstellt, als uns eine Zivilstreife von der Autobahn holt. 29 km/h zu schnell, gut 150 € Strafzoll und ein Punkt in Flensburg! Trotzdem sind wir bereits um 11.30 am Boot und kurz danach, wir haben super Wetterbedingungen, liegt auch schon die Winterplane fertig gefaltet am Boden. Bis Freitag Abend arbeiten und haken wir mit nur wenigen Pausen eine dreiseitige Liste mit etwa 70 Arbeitspunkten ab. Dann ist Aquamarin gesäubert, poliert und schön anzusehen, vollständig aufgeriggt und mit allen Segeln angeschlagen, zum Kranen bereit.

Ich bin sehr zufrieden, vielen Dank Rolf! Am Sonnabend, den 21. Mai, geht es dann problemlos und flott wieder zurück nach Göttingen, wo wir bereits kurz nach Mittag eintreffen.

Gar keine Pausen wäre ja auch etwas übertrieben gewesen

Am Freitag treffen wir uns mit Hartmut, Klaus und Werner im Restaurant Haus am Strand zum Abendessen

Am Sonntag, den 29. Mai geht es dann mit Bettina erneut nach Fehmarn. Um 14.30 kommen wir am Boot an, es ist sonnig und warm. Das mitgebrachte Gepäck, u.a. Bettinas neues Falt-E-Bike, sind schnell entladen und an Bord gebracht. Um 16.00 sind wir bereits bei Lidl in Burg zum Großeinkauf und am nächsten Morgen hängt unser Boot pünktlich um 10.30 am Haken. Aquamarin wird ins Wasser gehoben und von uns unmittelbar anschließend von Burgstaaken in die Marina Burgtiefe an Steg I Platz 17 überführt. Dort nehmen Hartmut, Klaus und Werner, die kurz zuvor von einem Törn zurückgekommen sind, unsere Leinen an. Hartmut übernimmt später unseren VW-Golf und bringt ihn noch am gleichen Tag nach Göttingen zurück.

Sommersonnenwetter, Aquamarin neben Hackepeter im Yachtafen Burgtiefe

Es ist Spargelzeit

Bei schönstem Wetter haben bis zum Freitag einen sehr böigen Ostwind um 25 kn, also Windstärke 6, teilweise 7. Nicht gerade das, was wir auf unserem Weg nach Osten brauchen. Wie in den beiden Vorjahren wollen wir den Sommer erneut entspannt im Umfeld der Insel Rügen und den dortigen Boddengewässern verbringen. Also heißt es warten. Wir sind regelmäßig in Burg und radeln zusätzlich an jedem Nachmittag zum Hofcafe in Albertsdorf. Das hat schon Ritualcharakter. Die zusätzlichen Tortenkalorien bauen wir durch annähernd 150 km radfahren wenigsten teilweise wieder ab.

Unser Stammplatz im 12 km entfernten Hofcafe Albertsdorf

Am Sonnabend, den 04. Juni, um 08.00 können wir dann Fehmarn bei strahlend blauem Himmel endlich verlassen. Allerdings: Nach zu fest kommt zu lose, in diesem Fall nach Starkwind kommt Flaute. Das war jedoch fast zu erwarten. Also Jockel an, Automatik auf Warnemünde eingestellt und ab geht die Post! Um 14.00 machen wir im alten Seglerhafen zwischen Warnow und altem Strom fest und am Nachmittag kommen unsere langjährigen Seglerfreunde und Karibikexperten Barbara und Armin zu Kaffee und Kuchen an Bord. Wir haben uns viel zu erzählen. Sie haben im letzten Jahr ihre Reinke 13M nach einem, mit Unterbrechungen, mehrjährigen Brasilien- und Karibikaufenthalt ziemlich desillusioniert verkauft.

Wir bleiben noch am Sonntag in Warnemünde und machen, das neue E-Bike sei gelobt, einen sehr schönen 40 km-Tagesausflug nach Börgerende.

Am Montag verwöhnt uns weiter die Sonne, Luftdruck 1025 hp, Wind aus E mit 10 bis 15 kn. Um 09.25 legen wir ab und schaffen es wenigstens 21,5 von insgesamt 52 Seemeilen bis zur Reede vor Barhöft zu segeln. Um 17.55 fällt unser Anker auf 4,5m Wassertiefe, mit 33m Kette. Wir erleben einen sehr schönen Abend mit Essen im Cockpit und im weiteren Verlauf eine sehr ruhige Nacht.

Wir stehen am Dienstag um 09.30 auf, der Himmel ist erneut wolkenlos und es ist bereits sehr warm. Der Wind weht nur schwach. Nach dem Frühstück im Cockpit wird das Beiboot aus der Backskiste gezerrt und saisonklar gemacht, getrödelt, gelesen und mehrfach angebadet. Ach ja, die Wassertemperatur beträgt etwas über 20°Celsius. Um 15.00 verholen wir uns dann in den nur 0,5 Sm entfernten Hafen Barhöft. Hier machen wir zwischen einer Heckboje und dem Steg fest.

Im Hafen Barhöft

Um 10.40 geht es am Mittwoch, dem 08. Juni weiter nach Stralsund. Die lediglich 10 Sm können wir bei halbem Wind zwischen 15 und 20 kn allein unter der Genua mit 7 bis 9 kn Geschwindigkeit über Grund segeln. Um Punkt 12.00 machen wir iin der Citymarina Stralsund fest. Nachmittags fahren wir mit unseren Bordfahrrädern nach Altefähr auf der Insel Rügen und dann weiter zum Yachtclub Strelasund auf dem Dänholm. Dort treffen wir mit dem Hafenwart eine Absprache über den Liegeplatz 73A für den Zeitraum Sonntag 12.06. bis Freitag, den 24. Juni 2016.

Am Donnerstag geht es erst einmal weiter in den Naturhafen Marina Gustow. Es ist kühler geworden (um 20°) und Sonne sowie Wolken wechseln sich ab. Es bleibt jedoch trocken. Wir machen eine Fahrradtour nach Poseritz und einmal mehr Station im Waldcafe Kajan. Am Freitag gibt es dann doch noch einige kleinere Schauer, so dass wir uns auf einen längeren Spaziergang und eine kleine Fahrradtour beschränken. Der Sonnabend wird wieder strahlend schön, Bettina macht große Wäsche im Luxus-Hafengebäude und ich mache mich um 12.00 nochmals an (Rest-) Lackierarbeiten. Dauert nicht lange ... nur kurz waschen, entfetten, anschleifen, entstauben, abkleben und ein klein wenig lackieren - und das vom schwankenden Beiboot aus - ... bereits kurz nach 20.00 bin ich (endlich) fertig, die blaue Zierstreifen auf den beiden Bordseiten leuchten in der abendlichen Sonne! Perfekt!

Wir verlängern nochmals um einen Tag und motoren erst am Sonntag Mittag nach Stralsund zurück. Den Abend verbringen wir in der Gaststätte des benachbarten Nordhafens, der Wirt erkennt uns sofort wieder.

In den letzten 14 Tagen haben wir 220 km mit unseren Bordfahrrädern zurückgelegt. Unsere Prioritäten ändern sich!

Am Montag, den 13. Juni wird die Checkliste Verlassen der Segelyacht abgearbeitet, dann holt uns das vorbestellte Taxi um 13.00 ab. Um 13.27 geht es über Hamburg mit einem IC direkt nach Göttingen, wo wir um 18.38 von unserer Schwiegertochter am Bahnhof erwartet werden.

Weitere Fotos in der Fotogalerie!

 

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