Segelsaison 2016

Autor: Hans-Joachim

 

28. Juli bis 24. August

 

Unser Sohn ist mit Frau und Kind seit dem 24. Juli an Bord. Sie nutzen unser Boot als Ausgangspunkt für einen Kurzurlaub am Barther Bodden, Zingst und Prerow. Wir kommen am Mittwoch, den 27.07. mit dem Zug nach und werden am Bahnhof in Velgast abgeholt. Nachmittags sind wir dann gemeinsam im Zentrum von Barth einkaufen, dann im Marktcafe und abends bei Moppi im Hafenrestaurant essen.

 

"Opas Boot" wird hier sehr kritisch geprüft

Am Donnerstag verlassen wir um 13.10 Barth, es ist freundlich mit einzelnen Wolken, der Wind kommt mit 7-12 kn aus West. Abwechselnd mit der Genua und dem Großsegel und später unter voller Besegelung legen wir die 14,5 Sm bis Barhöft in knapp drei Stunden zurück.

Der Freitag bringt durchwachsenes Wetter, es ist schwülwarm, sonnige Abschnitte werden immer wieder von kurzen Gewittern unterbrochen. Um 12.00 legen wir ab, Robert ist am Steuer, er will nach dem Lösen der Heckleine mit Hilfe der Bugschraube drehen, über ein kurzes Klacken hinaus tut sich jedoch nichts! Wir legen am gegenüberliegenden Kai nochmals an. Bei einem Tauchgang untersuche ich die Schraube und finde entgegen meiner ersten Vermutung keine Plastiktüten im Schraubentunnel. Danach wird der Steuerschalter im Cockpit ausgebaut, es gibt hier ebenfalls kein Anzeichen für einen Fehler. Die Bugschraube unterhalb der Vorderkojen wird freigelegt und inspiziert, auch hier gibt es keinen Hinweis auf einen Defekt. Erst jetzt komme ich auf die Idee die Ankerwinsch zu testen. Sie hängt gemeinsam mit der Bugschraube an einer 17 Jahre alten 250 Ah-Gelbatterie. Ebenfalls keine Reaktion. Messungen ergeben eine Leerlaufspannung von 13 V und bei Belastung einen Einbruch auf 6 V. Darauf hätte ich auch sofort kommen können, besser müssen!

Es muss eine neue Batterie her. Mein Smartphone lotst uns noch am selben Nachmittag ins Batteriecenter Stralsund. Kurze Zeit später schleppen wir eine neue 65 kg schwere AGM-Batterie 180 Ah, 1050 A/En, an Bord. Sie sollte ausreichen. Die alte über 80 kg schwere Batterie wird ausgebaut und später in Stralsund im Batteriecenter entsorgt. Ein erster Test verläuft enttäuschend. Die Bugschraube geht immer noch nicht. Schlauer geworden folgt ein Ankertest, die Ankerwinsch reagiert. Gemeinsam mit unserem Bootsnachbarn aus Finnland überprüfen wir die Spannungen im Umfeld der neuen Batterie und finden einen defekten Trennschalter als Ursache. Nach Ausbau und Überbrückung ist dann alles wieder in Ordnung. Seine Kontakte sind aufgrund der schwächelnden alten Batterie und der Spannungseinbrüche vollkommen verbrannt gewesen. Viel Aufwand und letzten Endes nur eine kleine Ursache. Gut, dass Robert an Bord war und Hilfestellung leisten konnte.

Wir bleiben nach dem verpatzten Start noch eine weitere Nacht in Barhöft. Am nächsten Morgen scheint die Sonne wieder an einem strahlend blauen Himmel. Wir lösen um 10.30 unsere Leinen, ein SW-W Wind läßt uns die nur 10 Sm nach Stralsund recht flott zurücklegen. Um 11.55 machen wir in der Citymarina fest.

Oma Bettina mit Elin mit Sonnenschutz in der Citymarina Stralsund

Wir machen einen Stadtbummel mit obligatorischem Besuch eines Eiscafes, sind dann zu Besuch auf der Second Chance von Harald und Cäcilia aus Freiburg und abends mit Kind und Kegel im Gastmahl am Sund essen.

Am Sonntag ist es bis zum Mittag noch sehr sonnig und warm. Um 11.45 verlassen uns Robert/Caro und Kind Richtung Göttingen. Nachmittags zieht sich der Himmel zu und es gibt ab und zu Regenschauer, Cäcilia und Harald sind zum Kaffee bei uns an Bord.

Am Montag verabschieden wir uns mittags von den beiden, legen um 12.10 ab und passieren kurze Zeit später die Ziegelgrabenbrücke. Es ist sonnig und warm, selten schiebt sich mal eine Wolke vor die Sonne. Der Wind kommt mit 10-16 kn aus W-SW, wir kommen nur mit der Genua mit 4-max. 8 kn über Grund gut voran und entscheiden uns deshalb für Usedom statt Greifswald als neues Tagesziel. Um 18.10 machen wir nach einem wunderschönen Segeltag im Hafen des Marine-Seglervereins Peenemünde auf Usedom fest. Am Abend sind wir auf der MS Kragenhai zum (sehr, sehr mäßigen) Essen.

Um 11.15 geht es am Dienstag, den 02.08. weiter. Um 12.50 wollen wir zur Brückenöffnung in Wolgast sein. Es ist heiter bis wolkig, der Wind kommt mit 6-12 kn aus SW. Südlich von Karlshagen fängt es an zu regnen. Im Achterwasser frischt es auf, wir segel nur mit der Genua. Etwa zwei Sm vor dem Naturhafen Krummin läuft Aquamarin um kurz vor 14.00 erst aus dem Ruder, dann hängen wir fest, oder war es umgekehrt? Vermutlich ein Fischernetz. Es sind allerdings weit und breit, selbst mit dem Fernglas, keine Fischerfähnchen zu sehen! Nachdem ich das Segel eingerollt habe, entsteht bei mir der Eindruck, dass wir treiben und starte deshalb den Motor. Das ist jedoch ein großer Fehler, wie mir schnell klar wird, als der Motor sich quietschend verabschiedet. Also Anker raus, Kette gesteckt und anschließend ein erster Kontrolltauchgang nur mit Brille und Schnorchel. Zu sehen ist absolut nichts, es ist stockdunkel unter dem Schiff, aber zu fühlen ist viel. Ein Leinen- und Netz-Turban hat sich fest um Schraube und Welle gewickelt. Zu allem Unglück frischt der Wind jetzt auch noch deutlich auf.

Es dauert, bis ich den kurzen Tauchanzug, das Jacket mit Flasche auf dem Rücken, Brille und Flossen sowie den Bleigürtel an, Messer, Zangen und kleine Säge bereit gelegt habe und einen ersten Tauchgang beginnen kann. Nach gut einer Stunde in der Dunkelheit unter dem Boot, mir ist inzwischen hundekalt, geht die Atemluft langsam zur Neige und ich gebe auf. Ich habe zwar mehrere Pfund Leinen freischneiden können. Trotzdem sind immer noch Reste von Netz- und Leinenteilen betonhart um die Welle gewickelt, allerdings läßt sie sich jetzt wieder drehen! Es ist unglaublich schwer, in völliger Dunkelheit und nur tastend Werkzeuge, wie Messer oder Zange zielgenau anzusetzen.

An Bord geht es dann schnell: Aus- und warm angezogen, alle Tauchutensilien wieder verstaut, um 16.05 den Anker aufgeholt und die restlichen zwei Sm langsam nach Krummin gemotort. Dort machen wir um 16.25 auf Platz 19 fest. Wir bekommen auch gleich Besuch, unser Problem ist nicht unbemerkt geblieben. Im Hafenüro kann ich später meine Tauchflasche abgeben. Ich werde sie am nächste Tag gefüllt zurück bekommen.

Am frühen Abend sind wir im Gartenrestaurant des Hafenbetreibers. Es gibt gegrillten Lachs, Salat, Grillkartoffeln und Flaschenbier. Der Mittwoch wird dann wettermäßig eher bescheiden, es ist stark bewölkt und regnet ab und zu. Meine Tauchflasche bekomme ich gefüllt zurück. Den Nachmittag verbringen wir im wunderschönen Cafe' Naschkatze, in unmittelbarer Hafennähe. Später sind wir noch im Pferdestall und decken uns dort mit Brot- und Wurstspezialitäten ein.

Der nächste Morgen ist wieder sonnig. Um 11.00 beginnen wir eine längere Fahrradtour, die uns u.a. auch nach Zinnowitz führt, unserem nächsten Zielort. Um 15.00 sitzen wir wieder in der Naschkatze. Kurz nach 17.00 raffe ich mich zu einem zweiten 1/2-stündigen Tauchgang auf und schneide die restlichen Netz- und Leinenstücke von der Welle. Die Wellenanlage muss im Winterhalbjahr ausgebaut und überprüft werden. Am Freitag, den 05. August verlassen wir Krummin und verlegen uns 11 Sm tiefer ins Achterwasser nach Zinnowitz. Der moderne Hafen mit einer guter Infrastruktur liegt nur 1,5 km vom Ortszentrum und Lidl/Aldi/Netto entfernt, mit unseren Fahrrädern überhaupt kein Problem. Auch hier bleibt unsere eigene Küche kalt, abends sind wir im Hafenrestaurant Kombüse 3.

Am Sonnabend machen wir einen sehr schönen 40-km-Fahrradausflug auf dem Küstenradweg bis nach Ückeritz. Auf dem Rückweg überrascht uns kurz vor Zinnowitz, mitten im Wald, ein schweres Gewitter mit Starkregen, Hagel, Blitz und Donner. Wir werden bis auf die Haut durchnässt. Als wir wenig später unser Boot erreichen, scheint bereits wieder die Sonne!

Blick aus dem Restaurant Kombüse 3 auf unseren Liegeplatz im Hafen Zinnowitz

Wir verlassen Zinnowitz mit dem Tagesziel Stettiner Haff am Sonntag um 09.30. Der Wind kommt aus West mit 10-14 kn, der Himmel ist leicht bewölkt und es ist warm. Größere Strecken können wir segeln, im Tonnenstrich des Peenestroms hilft dann der Motor nach. Auf dem Weg laufen wir um 11.40 kurz den Hafen Rankwitz an, drehen dort eine Ehrenrunde und passieren eine gute Stunde später und mit 17,5 Sm auf der Logge die Zecheriner Brücke, das Tor zum Kleinen Haff. Um 14.45 erreichen wir nach genau 27 Sm den Hafen von Mönkebude. Wir sind auf anhieb begeistert. Ein sehr freundliches Hafenmeisterduo, eine schöne und fahrradfreundliche Lage, eine sehr gute Infrastruktur im und um den Hafen herum, viele Restaurants, ein 400 m langer feiner Sandstrand, preiswerte Strandkörbe (5.- €/Tag) und ein gutes Eiscafe, das wir dann auch sofort besuchen. Ein richtiger Urlaubsort. Wir werden hier bis zum Mittwoch bleiben.

Wir erkunden sofort Mönkebude und Umgebung

Am Montag machen wir bei schönstem Wetter - Sonne 24°C - eine Fahrradtour nach Ueckermünde und fahren in eine Welt, die an das Brandenburg des Theodor Fontanes erinnert. Wir sind begeistert! Nach knapp 40 km und einem wunderschönen Tag kommen um 17.00 erste Wolken auf und der Wind wird böig. Im Restaurant zum goldenen Löwen werden wir außerordentlich freundlich und zuvorkommend bedient, wir dürfen im dicken Fotoalbum des Hauses die Geschichte der letzten Jahrzehnten nachvollziehen.

Der Dienstag sieht uns dann wieder auf Tour. Wir fahren über Leopoldshagen bis zum Gut Busewitz, Neuendorf, Lübs, durch den Anklamer Stadtforst und die Ueckermünder Heide zurück nach Mönkebude. Zuletzt verfransen wir uns auch noch im tiefen Wald. Diesmal werden es fast 45 km. Zum Abschluss gönnen wir uns in der Strandhalle, direkt am Hafen Kuchen/Kaffee und Eis! Zum Abendessen kehren wir dann nochmals dort ein.

Mittwoch um 13.25 wechseln wir dann mit einem kurzen und sehr entspannten Hafftrip über 8,0 Sm den Liegeplatz. In aller Ruhe fahren wir die vielen kleinen und größeren Sportboothäfen und Anleger in der Ueckermündung ab und entscheiden uns dann für einen zentrumsnahen Platz beim Seesportclub Vorpommern, einer Einzelbox mit seitlichem Steg. Gegen 16.00 sind wir im Cafe' an der Marienkirche mit unseren großen Eisbechern beschäftigt und später geht es zum Einkaufen zu Lidl, alles nur wenige 100 m von unserem Boot entfernt.

Ueckermünde - Unser Liegeplatz beim Seesportclub Vorpommern e.V.

Im Cafe' an der Marienkirche

Marktplatz in Ueckermünde

Unser täglich Eisbecher ...

Es gefällt uns hier so gut, dass wir bis zum Sonnabend, den 13. August bleiben. Es ist heiter bis leicht bewölkt, die Temperaturen liegen um 20°C, in der Sonne ist es wie üblich sehr warm. Unsere Fahrradtouren gehen von Ueckermünde aus auf jeweils gut ausgebauten Fahrradwegen am Donnerstag nach Altwarp an die polnische Grenze und am Freitag nach Torgelow und Eggesin. Annähernd 100 km legen wir an diesen beiden Tagen zurück, seit dem 03. August stehen immerhin 230 km auf unseren Fahrradtachos.

Am Sonnabend geht es dann ab 11.30 mit unserem Boot 10 Sm quer über das Stettiner Haff, nach Kamminke auf Usedom. Wir hatten uns vorher erkundigt, bis zu welchem Tiefgang dieser Hafen angelaufen werden kann (2 Meter) und insbesondere nochmals die Kennzeichnung der im Haff ausgelegter Fischernetze studiert. Das war auch notwendig und machte die Fahrt ziemlich spannend!

 

Fischerdorf Kamminke auf Usedomm

Abendstimmung am Haff

Um 14.00 sind wir bereits wieder auf unseren Fahrrädern unterwegs. Es beginnt, wie sich schnell herausstellt, die schönste und beeindruckendste Tour unseres bisherigen Sommertörns, von Kamminke über Garz-Korswand-Ahlbeck-Heringsdorf bis ins Zentrum von Swinemünde und nach Kamminke zurück. 35 km auf Top-Fahrradwegen, in einer wunderschönen Landschaft, mit vielen Steigungen die es in sich haben, interressanten Orten und Menschen und einer wunderbarer Bäderarchitektur. In Ahlbeck legen wir an der Seepromenade eine Kaffe-/Eispause ein. Auch von Swinemünde sind wir sehr beeindruckt. Um 19.00 gehen wir zum Grill- und Räucherbuffett mit Musik in die Fischräucherei Kamminke Klönschnak, direkt neben unserem Liegeplatz.

Am Sonntag, den 14.08. verlassen wir um 11.45 Kamminke. Wir wählen den Ansteuerungsweg nach Kamminke und bleiben dann im Haff-Tonnenstrich von Tonne H6 bis H1. Dadurch müssen wir uns über Netze heute keine Gedanken machen. Weiter geht es dann über PN 118 bis PN 108 in die Peene bis nach Karnin, unmittelbar hinter der in den letzten Weltkriegstagen zerstörten Eisenbahnbrücke. Dort machen wir nach drei Stunden und 15 Sm Motorfahrt in der Marina fest.

 

Am späten Nachmittag kommen dann erneut unsere Bordfahrräder zum Einsatz. Von Karnin aus geht es über 20 km nach Usedomm (Stadt), dann weiter nach Voßberg und Zecherin und anschließend zurück zum Boot.

Reste der einstmals größten Eisenbahnhubbrücke Deutschlands

Um 12.15 geht es am Montag weiter. Um 12.50 passieren wir die Zecheriner Straßenbrücke, um 14.20 steuern wir aus dem Peenestrom kommend ins Achterwasser ein und um 15.45 machen wir in der Marina Zinnowitz fest.

Brückenöffnung in Zecherin

Wie per Whatsapp verabredet, kommen wenig später Cousine Christa, Detlef und ihre Enkelkinder Carolin und Christopher zu Besuch an Bord. Morgen wollen wir sie bis nach Peenemünde mitnehmen. Wegen der Brückenöffnung um 12.45 in Wolgast verabreden wir als Startzeit 10.00.

Um 10.20 geht es dann am Dienstag, den 16. August mit jetzt sechs Personen an Bord los. Mit Groß und Genua können wir mit einem kräftigen NW deutlich über 7 kn durchschnittliche Fahrt machen, bei einer Vmax von 8,5 kn. Nach 9 Sm ist der Spaß dann allerdings vorbei, es geht in den Peenestrom nordwärts und damit im Tonnenstrich frontal gegen den Wind. Um 14.00 erreichen wir nach 20 Sm unser Tagesziel Peenemünde. Es fängt zu regnen an, wir bauen deshalb unsere Kuchenbude auf und warten bei netten Gesprächen und in gemütlicher Atmosphäre bei Bier/Kaffee/Sekt und Brötchen, zuletzt bei Eierkuchen für die Kinder, die vom Wetterradar vorausgesagte Wetterbesserung ab. Um 17.00 begleiten wir unsere Gäste zum Bahnhof in Peenemünde. Die Usedommer Bäderbahn kommt pünktlich und bringt die vier zurück nach Zinnowitz.Später an Bord fragen wir uns, warum niemand an Fotos gedacht hat. Schade!

Am nächsten Vormittag geht es zunächst ohne Tagesziel weiter. Keine Wolke am Himmel, es ist warm, der Wind kommt mit 8 kn aus NW. Wir lassen den Autopiloten arbeiten und machen es uns im Cockpit gemütlich. Um 14.20 steuern wir die Marina Neuhof an. Unsere obligatorische Fahrradtour führt uns anschließend über Sundhagen zum Fährhafen Stahlbrode. Den haben wir nicht in guter Erinnerung. Jetzt zeigt sich der Osthafen jedoch von seiner besten Seite. Er wurde vollkommen umgebaut und ist jetzt vorzeigbar. Wir versorgen uns mit frischem Fisch direkt vom Fischer. In Brandshagen ergänzen wir noch unsere Lebensmittel. Auf der Rücktour besuchen wir die Kirche in Sundhagen. Insgesamt kommen heute 30 Rad-km auf unser Habenkonto. Insgesamt beträgt es, Stand heute, seit dem 03.08. deutlich über 300 km!

Vor der Dorfkirche Sundhagen

Am Donnerstag geht es schon wieder weiter. Wir passieren die Ziegelgrabenbrücke Stralsund um 12.35 und erreichen Barhöft um 14.10. Uhr. Im Hafen ist gerade Angela Merkel auf Wahlwerbetour! Bettina beeilt sich deshalb von Bord zu kommen.

Unser Bootsnachbar von der Arc-en-Ciel hatte uns vor 2 Jahren an gleicher Stelle seinen Neuerwerb Winch Ride gezeigt und damit mein Interresse geweckt. Inzwischen möchte ich auf dieses hilfreiche Gerät nicht mehr verzichten! Am späten Nachmittag machen wir einen 21/2-stündigen Spaziergang am Bodden.

Von Barhöft aus geht es am Freitag um 08.20 weiter in Richtung Winterlager. Den Gellenstrom verlassen wir an der Tonne 10 mit Kurs 270° um 09.04 und um 11.55 erreichen wir die Tonne Darßer Ort West. Wir haben deutlich mitlaufenden Strom und bewegen uns mit 7,9 kn über Grund. Unser Tagesziel Warnemünde streichen wir und nehmen nun direkt Kurs auf Fehmarn. Die Pferde wollen zurück in den Stall! Um 18.38 legen wir in Burgtiefe Steg I/38 an. Wir sind angekommen.

Am Sonnabend und weitergehender am Sonntag beginne ich dann anhand meiner mehrjährig bewährten Checkliste mit den Einwinterungsarbeiten am Boot. Sonntag Nachmittag kommen Hartmut und Birgit mit zwei Enkelkindern an Bord auf unseren Nachbarplatz. Am Montag gibt es erst einen Hafenwechsel nach Burgtiefe und wenig später hängt Aquamarin am Haken und wird aus dem Wasser gehoben. Um 11.30 stehen wir bereits auf dem Waschplatz und können mit den Restarbeiten für die Wintersaison beginnen. Sowohl am Montag, als auch am Dienstag nehmen wir uns bei angenehmen Temperaturen und viel Sonne die notwendeige Zeit um mit unseren Rädern zum Hofcafe nach Albertsdorf zu fahren. Unsere gesamte Saisonbilanz: Vom 30.05. bis zum 11.06. - 220 km, vom 24.06. bis zum 08.07. - 210 km und vom 27.07. bis zum 23.08. - 360 km. Während der gesamten Segelsaison 2016 sind das immerhin 790 km auf unseren Bordfahrrädern!

Am Mittwoch Morgen sind alle Arbeiten abgeschlossen, unser Boot ist winterfest eingepackt. Hartmut fährt uns um 08.00 zum Bahnhof nach Puttgarden und um 08.42 sitzen wir im IC nach Hamburg. Um 13.47 kommen wir in Göttingen an. Damit ist unsere langjährig kürzeste Segelsaison endgültig beendet. Wir freuen uns auf die nächste Saison 2017, die wir ähnlich entspannt gestalten wollen.

 

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