Segelsaison 2015

Autor: Hans-Joachim

Januar

Ein erster Kontrollbesuch auf Fehmarn am 15. Januar. Es ist alles so, wie es sein soll.

 

April/Mai

Vom 22. bis zum 25. April geht es dann richtig zur Sache: Das Unterwasserschiff wird komplett von bis zu 15 Jahren
alten und zum Teil brüchigen Antifoulingschichten befreit. Macht keinen Spaß, ist aber mal notwendig.

Außerdem werden im April noch sechs neue in Winter-Eigenarbeit gefertigte Festmacherklampen montiert

Vom 17. bis zum 21. Mai bekommt Aquamarin einen neuen Antifoulinganstrich und zusätzlich einen neuen
Wasserpass-Zierstreifen. Das Boot wird noch an Land komplett und segelfertig aufgeriggt

 

Juni

Am Montag, den 01. Juni geht es dann erneut nach Fehmarn. Bereits am Dienstag um 10.00 Uhr wird Aquamarin ins Wasser gehoben und von mir unmittelbar anschließend von Burgstaaken in die Marina Burgtiefe an Steg II/41 überführt. Mittwoch Nachmittag kommt Bettina mit dem ICE aus Berlin, gemeinsam werden die restlichen Einkäufe getätigt und auf geeignete Wetterbedingungen zum Start in die Segelsaison gewartet.

Wie im Vorjahr soll der Sommer wieder sehr entspannt im Umfeld der Insel Rügen und der dortigen Boddengewässer verbracht werden.

Aquamarin in Burgtiefe

 

Sonntag, 07. bis Sonntag, 14. 06. 2015  -  Fehmarn bis Warnemünde, Barhöft
                                                                   und weiter in den Barther Bodden

Am Sonntag, den 08. Juni verlassen wir bei strahlend blauem Himmel um 10.30 Fehmarn mit Kurs Warnemünde. Bei achterlichen Winden von um die acht Knoten segeln wir nur mit unserer Genua, unsere Fahrt beträgt 3 bis 5 Knoten über Grund. Um genau 20.00 machen wir nach 36 SM im Yachthafen Hohe Düne am Platz F16 fest.

Im Yachthafen Hohe Düne Warnemünde

Am Montag bekommen wir Besuch von Jugendfreund Detlef mit seiner Hannelore. Wir besuchen das Sky-Cafe des Hotels Neptun und essen abends gemeinsam im Kettenkasten am Alten Strom, später geht es nochmals aufs Boot.

Hannelore, Detlef und Bettina am Alten Strom in Warnemünde

Groß, größer, am Größten - Kreuzfahrer in Warmünde

Wir bleiben noch bis Donnerstag. Die Tage sind sonnig, jedoch etwas zu kühl. Am Donnerstag passt dann der Wind, 8-10 Kn aus NW. Um 11.25 legen wir ab. 14 SM können wir mit Groß und Genua segeln. Dann schläft der Wind ein und wir müssen motoren. Nach 49 SM fällt unser Anker um 19.50 auf der Reede vor Barhöft.

Anbaden bei 19° auf dem Ankerplatz Reede Barhöft

Eine geniale Neuanschaffung: Die elektrische Winschkurbel WinchCraft

Wir bleiben bei sommerlichen Temperaturen bis zum Sonnabend auf unserem Ankerplatz. Angedacht war ursprünglich ein Ortswechsel wenige Kabellängen weiter in den Hafen von Barhöft. Auf Wunsch Bettinas und wegen des günstigen Segelwinds aus SE disponieren wir um und steuern nun das 16 SM entfernte Barth im gleichnamigen Bodden an. Dort machen wir um 13.55 am Steg des Barther Segelvereins fest. Eine sehr gute Wahl.

Im Barther Bodden

Am Liegeplatz des Barther Segelvereins

Bei 22,5° Wassertemperatur badet nun auch Bettina an

 

Montag, 15. bis Sonntag, 21.06.2015  -  Von Barth nach Zingst

Am Montag kündigen wir uns von Barth aus telefonisch für 12.00 im kleinen privaten "Kloss-Hafen" in Zingst auf der Halbinsel Darß an und machen uns kurz vor 11.00 auf den Weg in den lediglich 6 SM entfernten Zingster Strom. Wir sind auf die Minute pünktlich. Herr Kloss empfängt uns am Liegeplatz mit zwei weiteren netten Helfern und nimmt unsere Leinen an. Es fehlt nur noch eine Blaskapelle.

Aquamarin im Kloss-Hafen Zingst

Am Dienstag fahren wir mit unseren Fahrrädern zum etwa 10 km entfernten Hafen Prerow, erkundigen uns dort nach möglichen Liegeplätzen für Boote unserer Größe sowie den Wassertiefen im Prerow-Strom. Als Ergebnis nehmen wir mit, alles ist machbar!

Am Abend stoße ich dann im Internet auf aktuelle Mitteilungen für Seefahrer des Wasser- und Schiffahrtsamtes Stralsund über Mindertiefen im Bodstedter und im Saaler Bodden, die einen Ausflug nach Prerow für ein Boot mit 1,50 Tiefgang als Wagnis erscheinen lassen. Da uns auch vom Hafenmeister in Zingst dringend abgeraten wurde, verzichten wir schweren Herzens auf den für Mittwoch geplanen kurzen Ortswechsel.

Zum Ausgleich geht es am Mittwoch nach dem späten Frühstück nochmals per Fahrrad nach Prerow, besichtigen dort die sehr schöne Seemannskirche mit ihrem alten Friedhof, die älteste Kirche der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, und sehen uns anschließend im Ort um. Danach fahren wir noch weitere 7 km bis nach Wieck, wo wir natürlich vorrangig den kleinen Hafen begutachten. Später, zurück in Prerow, folgt eine 2-stündige Boddenrundfahrt mit der Barkasse Kranich, bei der ich direkt neben dem Schiffsführer den Weg und die Tiefen im Prerowstrom verfolgen und dabei viele Ratschläge und Hinweise mitnehmen kann. Neues Ergebnis für uns: Der Weg nach Prerow ist für uns und auch für Boote mit deutlich größerem Tiefgang ohne Probleme möglich! Ob wir uns in den nächsten Tagen doch noch nach Prerow verlegen, werden wir jedoch von der Wetterentwicklung abhängig machen. Und ab Donnerstag sieht es wohl nicht nur hier ziemlich düster aus!

Mittwoch, 17. Juni, in Prerow: Friedhof, Seemannskirche ... und Bettina

Seemanskirche Prerow: ObenBronzeplastik Gefangen in sich selbst. Unten der Altar

Kurze Pause vor dem Hotel Haferland in Wieck

Am Donnerstag machen wir bei wechselhaftem Wetter mit dem Bus einen habtägigen Ausflug nach Ahrenshoop und Wustrow. In Wustrow können wir vom Hafenmeister Auskunft zu den Wassertiefen im Saaler Bodden erhalten. Danach könnten wir es bei hohem Wasserstand mit unserem Boot bis nach Wustrow oder gar nach Ribnitz-Damgarten schaffen. Generell rät er jedoch Booten über 1,20 m Kieltiefe - mit Ausnahme der direkten Ansteuerung von Prerow - von Fahrten in den Bodstedter und den Saaler Bodden ab. Das Thema ist damit für uns endgültig erledigt.

Kirche Wustrow: Oben Hafen und Saaler Boden. Unten Blick in den Altarraum

Am Freitag ist das Wetter bis zum späten Nachmittag gruselig - im Boot ist es warm und gemütlich

Freitag bis Sonnabend ist großes Hafenfest in Zingst. Da darf und will Bettina natürlich nicht fehlen! Am Sonntag soll es dann wieder zurück nach Barhöft und von dort aus weiter nach Stralsund gehen.

Um 18.00 beginne ich gegen Starkwind aus W eine sportlich sehr ambitionierte Fahrradtour zum 14 km entfernten Nothafen Darßer Ort. Die Einfahrt ist versandet, der Hafen gesperrt, erwartungsgemäß herrscht hier tote Hose. Nach einer kurzen Pause geht es mit Rückenwind zurück. Um 19.30 stehe ich schon unter der Dusche, um 20.00 Uhr ...

... sind wir bereits mit der nächsten Übung beschäftigt und ...

... dann geht die Post erst richtig ab! Um 0.10 sind wir zurück an Bord.

Die großartige Band Pepermoon sorgt beim Hafenfest für ausgelassene Stimmung und eine volle Tanzfläche

Am Sonnabend wird das Hafenfest mit unterschiedlichen Vorführungen und Wettkämpfen fortgesetzt

 

Sonntag, 21. bis Dienstag, 30.06.2015  -  Von Zingst nach Stralsund

Um 11.30 verlassen wir nach einer Woche Zingst. Es geht bei heiterem Himmel und leichten Winden aus NW nach Barhöft, überschaubare 17 SM entfernt. Es wird ein schöner Segeltag. Um 15.10 machen wir in Barhöft an einer Heckboje fest.

Der Montag ist ungemütlich, es regnet, nur ab und zu kommt die Sonne durch. Wir nutzen den Tag für die große Bord-Wäsche. Am Dienstag soll sich die Sonne wieder zeigen. Wir werden uns in die City-Marina im nahen Stralsund verlegen.

Am 26. Juni am Strelasund

Am 28. Juni in der Citymarina Stralsund

Am Sonntag Abend im Restaurant Hiddenseer

Wir werden uns am Montag in den Yachthafen des YC-Strelasund verlegen, unseren Sommertörn unterbrechen und für ca. drei Wochen nach Göttingen zurückkehren.

Am Montag setzen wir uns um 12.10 Uhr in Bewegung. Die Ziegelgrabenbrücke wird um 12.20 Uhr geöffnet.

12.20 Uhr Brückenöffnung

Um 13.00 Uhr im Hafen des YC-Strelasund

Liegeplatz 101 - Clubhafen und Platz können wir uns gut als Dauerlösung vorstellen

Am Dienstag, den 30.06. verlassen wir am späten Mittag Stralsund in Richtung Göttingen. Unsere Schwiegertochter holt uns dort um 18.38 vom Bahnhof ab. Die Bahn war ausnahmsweise pünktlich. Der Alltag hat uns erst einmal wieder.

 

 

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