Start in die Saison 2012

Autor: Hans-Joachim

Mit zwei Arbeitsausflügen nach Fehmarn wurde die diesjährige Segelsaison vorbereitet. Vom 22. bis zum 25. April und vom 17. bis zum 21. Mai hatten wir uns jeweils im Strandhotel Fehmarn eingemietet und Aquamarin mit den üblichen vielfältigen Arbeiten aus dem Winterschlaf befreit.

Am 21. Mai sind die wichtigsten Saisonvorbereitungen beendet, unser Boot ist in einem hervorragendem Zustand

Erst am 6. Juni geht es erneut nach Fehmarn. Die letzten auf unserer langen Arbeitsliste stehenden Dinge werden erledigt und bereits am nächsten Mittag befindet sich unser Boot im Wasser. Kurze Zeit später verholen wir uns in den Yachthafen Burgtiefe, wo wir unsere Segel anbringen und die letzten Kleinigkeiten erledigen. Wegen ungünstiger Wind- und Wetterverhältnisse lassen wir uns diesmal reichlich Zeit. Wir wollen möglichst wenig motoren und schon garnichts erzwingen. Erst für Mittwoch werden erträgliche Temperaturen und vor allen Dingen der erwünschte kräftige Westwind vorhergesagt.

Mittwoch, 13. bis Sonntag, 17. Juni 2012  -  von Fehmarn nach  Klintholm
                                                                        und weiter nach Südschweden

Am Mittwoch, den 13. Juni verlassen wir bei leicht bedecktem Himmel um 08:55 Fehmarn mit Kurs Ost. Kurz nach dem wir das Cafe Sorgenfrei passiert haben, setzen wir das Großsegel und die Genua. Mit einem NW-Wind von 4-5 Bft. machen wir sofort 6-7 Knoten Fahrt über Grund. Als wir den Schutz der Insel Fehmarn verlassen, sind wir sogar bis zu 9,6 Knoten schnell. Bei diesem Tempo setzen wir uns ein hohes Tagesziel, die 80 Sm entfernte Insel Hiddensee. Von dort soll es unmittelbar weiter nach Bornholm gehen.

Als wir nach 30 Sm Gedser Reff passieren dreht der Wind auf West, so dass wir fast einen Vorwindkurs fahren. Ein Eiertanz bei kräftiger Welle. Wir disponieren deshalb um: Statt mit 75° geht es jetzt mit 35° direkt nach Klintholm. Durch diese späte Entscheidung haben wir zwar gut 5 Sm verschenkt, aber nun einen optimalen und stabilen Kurs. Um genau 18.00 machen wir nach 63,5 Sm mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 7,0 Kn (!) im Yachthafen Klintholm fest. Der Hafen befindet sich in günstiger Lage an der Südostecke der Insel Mön, in der Nähe der Kreidefelsen, und liegt innerhalb einer im letzten Jahr in Konkurs gegangenen Feriensiedlung, die jetzt übergangsweise durch die Kommune betrieben wird. Er ist gepflegt und bietet für 200 DKr/Nacht alles, was man an Versorgung braucht. Nach einem Spaziergang durch den Ort und einigen Steggesprächen wird Abendbrot gegessen. Später wird gelesen bzw. das EM-Fußballspiel Deutschland gegen die Niederlande im Fernsehen gesehen.

13. Juni: Burgtiefe/Fehmarn - Klintholm/Mön    63,5 Seemeilen, 9 Stunden, 7,0 Kn Schnitt, Vmax 9,6 Kn

Am Donnerstag geht es um 08.50 weiter. Der Himmel ist bedeckt, bei 12°C Wassertemperatur weht ein kalter Wind mit 3 bis 4 Bft. aus nordwestlicher Richtung. Wir kommen bei einem Kurs von 57° direkt in Richtung Ystad erst gut voran. Später läßt der Wind nach und dreht auf West. Wir nehmen das Groß weg und beschränken uns auf die Genua. Am Nachmittag meldet sich für etwa zwei Stunden die Sonne zurück, versteckt sich anschließend jedoch wieder. Um 19.20 erreichen wir Ystadt und machen im Yachthafen fest. Der heutige Tagesschnitt beträgt 5,3 Knoten. Unsere Vorderleinen werden von einem Engländer übernommen, der uns anschließend auf seinen Katamaran Chi-Chi einlädt. Wir bleiben jedoch nicht lange, verabreden uns aber für den nächsten Abend. Der Tag wird wieder mit Lesen und Fernsehen (Fußball-EM Spanien - Irland) beendet.

14. Juni: Klintholm/Mön - Ystad/Südschweden    56,0 Seemeilen, 9,5 Stunden, 5,8 Kn Schnitt

Im Hafen von Ystad

Der Freitag beginnt mit einem strahlend blauen Himmel. Die Sonne treibt uns früh aus den Federn, um 07.30 hole ich Brötchen beim Bäcker und um 08.00 wird fürstlich gefrühstückt. Später waschen wir kurz das Salz vom Schiff und beginnen dann einen längeren Stadtbummel per Fahrrad und zu Fuß. Ystad zeigt sich von seiner besten Seite. Krimikenner wissen, daß wir uns hier in der Wallanderstadt bewegen. Bei unseren eigenen Ermittlungen stoßen wir am Stadtrand auf eine gerade neu eröffnete Lidl-Filiale mit vielen Sonderangeboten, an denen wir einfach nicht vorbei gehen können. Später sitzen wir mit dicken Eisbechern in der Fußgängerzone und pünktlich um 18.00 treffen wir auf der Chi-Chi ein. Es werden nette zwei Stunden mit dem englischen Eigner- und einem dänischen Ehepaar. Morgen werden wir voraussichtlich nach Simrishamn segeln.

Am Sonnabend verlassen wir Ystad planmäßig um genau 11.00 und machen uns auf den Weg nach Simrishamn. Sonne und Wolken lösen sich ab, über dem immer noch lediglich 12,5° kalten Wasser liegt Seenebel. Sichtweite ca. eine halbe Seemeile. Der Wind weht mit 3 Bft. aus Süd. Mit 19° Lufttemperatur ist es ausreichend warm. Die ersten 10 Seemeilen bis Käseberga kommen wir noch unter Segeln gut voran, dann schlafft der Wind auf 1-2 Bft. ab und wir starten den Motor. Um 16.15 machen wir nach 28 Tagesmeilen im Hafen von Simrishamn fest. Nach einem Spaziergang verbringen wir den Abend an Bord, lesen und Fernsehfußball stehen einmal mehr auf dem Programm.

16. Juni: Ystad - Simrishamn    28,0 Seemeilen, davon 18,0 mit Maschine, 5,25 Stunden, 5,3 Kn Schnitt

Bettina steht am Sonnabend um kurz vor 07.00 auf, ich folge ihr um 08.30. Die Sonne lacht am Himmel, es ist um 20° warm. Nach dem Frühstück nutze ich das vorhandene W-Lan zur Büroarbeit, zur Wetterabfrage und Törnplanung sowie für unsere Internetseite. Wir verlassen Simrishamn um Punkt 12.00 in Richtung Norden. Zu dieser Zeit lösen sich Sonne und Wolken leider wie am Vortag ab, allerdings ist es wärmer. Der Wind weht mit 4-5 Bft. aus WSW, mit Böen dicht an 7 Bft. Wir machen ohne Groß, lediglich mit der leicht gerefften Genua zwischen 6,5 bis zu 8,8 Kn Fahrt durchs Wasser und wechseln sicherheitshalber zur Fock. Als der Wind etwas nachlässt, kommt die Genua erneut zum Einsatz. Nach kurzzeitigen 5 Kn Fahrt legt der Wind unter einer Wolke urplötzlich zu. Mit gut 20° Schräglage wird Aquamarin förmlich durch das Wasser gepeitscht. Etwa 40 Minuten lang muss ich von Hand steuern. Unsere Fahrt beträgt permanent über 8 Knoten und erreicht in der Spitze fast (nur mit der Genua!) die 10-Knotenmarke. Um 16.00 ist der heiße Ritt vorbei, wir rollen die Genua ein und richten unseren Bug nach Westen, in die Helgeamündung, unserem Tagesziel. Um 16.30 machen wir mit 26 neuen Sm auf der Logge an einem Außensteg im Ahus-Sportboothafen am Südufer der Helgea fest.

17. Juni: Simrishamn  -  Ahus    26,0 Seemeilen, davon 4,0 mit Maschine, 4,5 Stunden, 5,8 Kn Schnitt, Vmax 9,9 Kn!

Aquamarin im Ahus-Sportboothafen am Südufer der Helgea

 

Montag, 18. bis Sonntag, 24. Juni 2012  -  von Ahus über Hallevik nach Karls-
                                                                    krona, Südöland und Kalmar

Wir bleiben am Montag noch in dem etwa 10.000 Einwohner zählenden Ahus. Unsere Marina liegt idyllisch am Rande eines größeren Naturschutzgebietes. Direkte Nachbarn sind ein gut sortierter Yachtausstatter mit Motorenservice und eine Fisch-räucherei. Ein mittelalterlicher Ortskern, eine hübsch angelegte und gepflegte Geschäftsstraße, die nichts vermissen läßt, viele Restaurants an der Hafenzeile und im Zentrum, Kulturdenkmäler und nicht zuletzt die langen Sandstrände machen den Ort so attraktiv, dass sich die Einwohnerzahl in der Sommersaison durch Touristen vervielfacht. Wir verbringen hier einen nicht nur vom Wetter her sehr schönen Tag.

Ausgabetresen der Fiskrökeri

Am Dienstag machen wir uns um 11.30 af den Weg zur 19 Sm entfernten Insel Hanö, die wir bereits 2007 besucht haben. Die Sonne scheint, die Lufttemperatur beträgt 21°, der Wind kommt aus westlicher Richtung mit 5 Bft., raumer Wind. Die Genua reicht, um uns auf 5 bis zu gut 7 Kn Fahrt zu bringen. Ideales Segelwetter. Vier Seemeilen vor Hanö disponieren wir um und laufen den querab nur zwei Seemeilen entfernten Halleviks Hamn an. Auslöser ist ein Blick in das Hafenhandbuch, der mein Interesse auf einen Abstecher weckt. Wie wir später erfahren werden, ein Glück! Der Hafen von Hanö ist an diesem Tag einmal mehr total überfüllt, die Boote liegen in Dreierpäckchen, es herrschte das totales Chaos.

19. Juni: Ahus - Hällevik Hamn    18,0 Seemeilen, davon 2,0 mit Maschine, 3,1 Stunden, Sonnensegeln!

Hällevik. Ein Fischerhafen mit Marina, guter Versorgung und einer tollen Umgebung

Schweden: Hier baden Kinder mit Begeisterung im 13° kalten Wasser. Brrrrrrr...

Am andern Morgen geht es um 09.25 weiter. Wir wollen nach Ekenäs, entscheiden uns aber gegen 12.00, aufgrund der sehr guten Wetterbedingungen unseren Kurs in Richtung des Innenfahrwassers nach Karlskrona abzuändern. Später ändern wir nochmals den Kurs und nehmen doch das Hauptfahrwasser um eine Drehbrücke zu umfahren. Um 16.40 machen wir in der Marina Karlskrona fest. Der nur wenige 100 Meter entfernt liegende Marinehafen (der größte Marinestützpunkt Schwedens) von Karlskrona gehört übrigens zum UNESKO-Weltkulturerbe. Das ebenfals nur Schritte entfernte Marinemuseum haben wir in den letzten Jahren bereits zweimal besucht. Es ist allein schon die Anreise wert. Und dann ist auch noch Lidl zu Fuß erreichbar. Was will man mehr?

20. Juni: Hällevik - Karlskrona    40,0 Seemeilen, davon 8,0 mit Maschine, 7,25 Stunden, ein herrlicher Segeltag!

Auf dieses auf Reede liegende und großräumig durch eine Sperrzone geschützte US-Amerikanische Kriegsschiff segeln wir munter zu. Erst als uns Schnellboote abdrängen begreifen wir die Situation.

In der Stadtmarina von Karlskrona

Der traditionelle Lovmarknaden in Karlskrona, jeweils am Tag vor dem Midsommarfest

Karlskrona befindet sich wegen des morgigen Mittsommerfestes bereits am Donnerstag im Ausnahmezustand

Der Wind hat am Donnerstag deutlich zugelegt und auf Ost gedreht. Wir werden deshalb hier noch das Mittsommerfest (Freitag) verbringen und bis zum Sonnabend bleiben. Dann soll der Wind laut Vorhersage wieder auf Südwest zurückdrehen. Dies wären dann erneut ideale Segelbedingungen zur Fortsetzung unseren Törns in den Kalmarsund.

Am Freitag habe ich mir einen mobilen 6 Mbit/s-Breitband-Stick von conviq besorgt, für den einschließlich bereits eingefügter SIM-Karte einmalig 21.- Euro zu entrichten sind. Die Kosten für 30 Tage und 20 GB betragen knapp 30 Euro. Das ist ein annehmbares Angebot, das uns zukünftig auch in kleinen Orten und auf Ankerplätzen unabhängig und erreichbar machen wird.

Am Sonnabend verlassen wir wie geplant um 10.00 Karlskrona mit dem Ziel Grönhögen auf der Insel Öland. Der Wind hat der Vorhersage entsprechend auf Südwest gedreht und weht innerhalb des Schärengartens mit 4 Bft. und später im Kalmarsund mit 4 bis 7 Bft. Es wird eine schöne Fahrt, in der Sonne ist es sehr warm, allerdings ist der Vorwindkurs mit kräftiger Welle extrem unruhig.

Wir lassen Karlskrona in unserem Kielwasser

Die 18 Meter-Möcklesundbrücke passieren wir ohne Schaden (!). Unsere Masthöhe über Wasser: Knapp 18 Meter

23. Juni: Karlskrona - Grönhögen auf der Insel Öland,  35,0 Seemeilen, davon 6,0 mit Maschine, 6,25 Stunden

Im Hafen von Grönhögen sind wir das einzige Gastboot

Um 16.15 kommen wir nach 35 Seemeilen in Grönhögen, im Süden der 170 km langen Insel Öland an. Ausgerechnet während des Anlegemanövers frischt der Wind unter einer dunklen Wolke kurzzeitig auf 27 Knoten entsprechend 7 Bft auf! Einem im Hafen erhätlichen gut gemachtem Faltblatt entnehmen wir, dass das Südliche Öland Weltklturerbe ist. Wenn uns nicht für Montag Regen mit Starkwind ins Haus stände, würden wir gern noch bleiben und uns mit der Landschaft vertraut machen. Mieses Wetter läßt sich jedoch besser in Kalmar aushalten, das deshalb morgen auf dem Plan steht. Aufgeschoben ist jedoch hoffentlich nicht aufgehoben, mal sehen.

Bereits um 09.00 geht es am Sonntag weiter. Wetter: Bewölkt mit sonnigen Abschnitten. Temperatur um 20°C, der Wind kommt aus SW mit 4-5 Bft. Nach 24,8 mit raumen Wind gesegelten Meilen legen wir um 13.25 in der Stadtmarina von Kalmar an. Wir sind immer wieder gern hier und werden voraussichtlich bis zum Mittwoch bleiben.

 

Montag, 15. bis Sonnabend, 30. Juni 2012  -  von Kalmar über Oskarshamn in  
                                                                         den Schärengarten

Tatsächlich wird es Mittwoch, bis wir uns wieder auf den Weg machen. Die zweieinhalb Tage sind wie im Flug vergangen. Regen und starke Bewölkung lösen sich mit kurzen sonnigen Abschnitten ab. Bastelstunden an Bord, Einkauf bei Lidl, immer wieder mal ein Stegschwätzchen, kleinere Radtouren und ein Ausflug zum Pensionärstarif mit der Katamaranfähre (wirklich beeindruckend) nach Färfjestaden auf Öland mit Besuchen bei Harald und Cecilia von der Second Life verkürzten uns die Zeit. Der Besuch eines urwüchsigen Cafes mit einigen stumpfsinnig vor sich hinblickenden Gästen, offensichtlich aus einem nahen Pflegeheim, hinterläßt bei uns sehr zwiespältige Gefühle.

Im Hafen von Kalmar

Unser Ausflug nach Öland

Aquamarin unterm Regenbogen

Am Mittwoch, den 27. Juni geht es um 10.15 weiter. Bereits nach etwa 15 Minuten passieren wir die Ölandbrücke, die endlos lang erscheint und über 150 Brückenpfeiler besitzt. Es ist unterschiedlich bewölkt, mit vielen sonnigen Phasen und mit 22° angenehm warm. Der Wind kommt aus West mit 2- 4 Bft., einzelne Böen erreichen 5 Bft. Um 13.30 und nach 16 Seemeilen schläft der Wind ein und wir werfen den Jockel an.

Brücke von Kalmar nach Öland

Ansteuerung nach Mönsteras

Als wir den Kalmarsund Richtung Mönsteras verlassen, fahren wir direkt auf eine dunkle Wolkenwand zu. Ein schweres Gewitter erwischt uns wenige Seemeilen vor unserem Tagesziel. Es regnet in Strömen, blitzt und donnert um uns herum, wir können keine 100 Meter weit sehen. Um nicht im Starkregen anlegen zu müssen, verlangsamen wir die Fahrt auf 3 Kn und tatsächlich, als wir nach 28 Sm am Steg des Mösteras Segelklubben um 15.40 festmachen, scheint wieder die Sonne. Wir liegen hier sehr geschützt dicht am Schärenfahrwasser nach Mönsteras in einer schönen Umgebung. Um 16.30 sind wir bereits mit unseren Fahrrädern unterwegs ins etwa 4 km entfernte Städtchen, essen dort jeder ein Eis, schauen uns um und dann geht es auch schon zurück zum Boot.

Stadthafen von Mönsteras

Zurück an Bord komme ich auf die Idee unsere bereits etwas müden Fender mit Hilfe meiner Tauchflasche wieder in Form zu bringen, was glänzend gelingt. Abends gibt es Pellkartoffeln mit Hering und später gibt es das erste Fußball-EM-Halbfinalspiel Spanien : Portugal im Bordfernsehen. Bettina macht um 21.50 noch einige stimmungsvolle Sonnenuntergangsfotos. Morgen wird es nach Oskarshamn weiter gehen.

Am Donnerstag stehen wir um 07.15 und damit für unsere Verhältnisse extrem früh auf. Über unserer Decksluke sehen wir einen wolkenlosen Himmel, Sonnenstrahlen flirren durch unser Achterkajüte. Da muss man einfach raus.

Um 10.00 Uhr legen wir ab. Bei 1-2 Windstärken ist für uns an segeln nicht zu denken. Wir winden uns durch enge Schären-fahrwasser bis der Flachwasserbereich hinter uns liegt. Nach 17 Sm dreht der Wind und frischt etwa auf. Unerwartet können wir dadurch doch noch die Segel setzen und die letzten 6,5 Sm bis in den Gasthafen von Oskarshamn hinein auf unseren Motor verzichten.

28. Juni: Mönsteras - Oskarshamn,  23,5 Seemeilen, davon 17,0 mit Maschine, 4,0 Stunden

Im Stadthafen Oskarshamn

Marktplatz

Am Abend gehen wir in der Innenstadt in ein ausgezeichnetes Chinarestaurant, das wir bereits von früheren Besuchen kennen, essen. Später sehen wir uns das EM-Halbfinale Deutschland gegen Italien in unserem Bordkino an.

Am Freitag verlassen wir Oskarshamn um 11.15 bei schönsten Wetterverhältnissen und bereits um 16.15 fällt unser Anker nach 29 Seemeilen in einer gut geschützen Bucht zwischen den Schäreninseln Skavdö und Bredvik. Vorher haben wir uns an anderer eher ungeeigneter Stelle vergeblich versucht. Um 17.00 sitze ich vor dem Fernseher und schau mir die Leichtathletik-Europameisterschaften in Helsinki an. Wir verbringen hier eine ruhige Nacht mit einigen Regenschauern, am Morgen ist es wieder sonnig und warm.

29. Juni: Oskarshamn -Ankerbucht Skavdö - Bredvik,  29 Seemeilen, davon 10,0 mit Maschine, 5,5 Stunden

Um 09.40 verlassen wir am Sonnabend unseren geschützten Ankerplatz durch den schmalen Djupesund. Nach sechs Seemeilen reicht der anfänglich noch sehr schwache Wind doch noch zum Segeln ...

Im Djupesund

30. Juni: Ankerbucht Skavdö/Bredvik - Ankerbucht Langö/Trässö,  28,5 Sm, davon 16,0 mit Maschine, 5,75 Stunden

... und um 15.30 erreichen wir unser Tagesziel, das Ankerparadies zwischen den Inseln Langö und Trassö. Bettina nutzt im Cockpit ihr E-Book, ich bin vor dem Fernseher bei den LA-Europameisterschaften zu finden.

Zwischendurch badet Bettina bei nunmehr knapp 18° Wassertemperatur an

30. Juni: Ankerbucht Skavdö/Bredvik - Ankerbucht Langö/Trässö,  28,5 Sm, davon 16,0 mit Maschine, 5,75 Stunden

Ein wenig Statistik: Seit Fehmarn haben wir bis heute insgesamt 402 Seemeilen zurückgelegt, davon 305 unter Segel und 97 mit Motorunterstützung (15,4 Motorstunden einschließlich warmlaufen, Hafenrunden und An- und Ablegen).

 

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