Juli 2012            Im Schärengarten

Autor: Hans-Joachim

 

Sonntag, 01. bis Sonnabend, 07. Juli 2012  -  von Fyrudden, Haskö, Arkösund,
                                                                          Nävekvarn nach Öxelösund

                                       
Der Sonntag beginnt wie gehabt traumhaft schön. Wir sind früh auf, verlassen unseren Übernachtungsplatz um 09.25 und machen uns auf den Weg zum kleinen Schärenhafen Fyrudden, den wir nach kurzen 18 Sm bereits um 12.40 erreichen.

01. Juli: Ankerbucht Langö/Trässö - Marina Fyrudden,  18 Seemeilen, davon 5,0 mit Maschine, 3,25 Stunden

Wenig später bewölkt sich der Himmel und es beginnt zu nieseln. Nach etwa drei Stunden ist die unplanmäßige Störung vorbei und es wird wieder fast wolkenlos.

Am Montag geht es um 10.30 bei schönstem Wetter nur ein kleines Stück weiter. Ein leichter raumer Wind schiebt uns in einer guten Stunde 5 Sm weit auf den sehr geschützten Ankerplatz Haskö/Lisselön, den wir schon häufig besucht haben und den wir nur ungern auslassen.

Montag, 02. Juli: Fyrudden - Ankerbucht Haskö/Lisselön,  5,0 Sm, davon 0,6 mit Maschine, 1,25 Stunden

Im Scheitelpunkt der Bucht liegt ein kleiner Anleger mit Sanitäranlagen und einer urigen Sauna. Für uns wichtiger ist aber ein kleiner Kiosk und eine Fischräucherei. Bereits am frühen Nachmittag kümmern wir uns um unser Abendessen: Frisch gefangener und geräucherter Lachs, einfach köstlich. Wir werden hier bis zum Mittwoch bleiben!

Der Weg zur Badeplattform wird freigemacht

Unserer Ankerplatz vom 2. bis zum 4. Juli, wie in der Karibik

Die Reinke Hydra Popwuj , einen Meter länger und etwas breiter als unser Schiff

Am Dienstag Nachmittag ist Frank von der Popwuj bei uns an Bord und den Abend verbringen wir bei einer Flasche Rotwein auf seinem Schiff.

Landausflug mit 6 km langer Inselwanderung am 03. Juli

Pause mit Aussicht

Am Mittwoch den 04. Juli lichten wir um 12.20 den Anker. Bei 8 Meter Wassertiefe habe ich 45 Meter Kette gesteckt. Das rächt sich jetzt!. Jeder Meter muss mit ein bis zwei Eimern Wasser von Schlamm- und Tonklumpen gesäubert werden. Das bedeutet eine gute halbe Stunde Schwerstarbeit, die in den Rücken geht! Erst um 12.55 können wir die Hasköbucht. verlassen. Bei schwachen östlichen Winden motoren wir, nicht zuletzt auch um unsere Batterien nachzuladen. Im Arkösund suchen wir in einer flachen Bucht gerade nach einem Ankerplatz, als uns eine Motorbootbesatzung unmissverständlich klar macht, dass wir hier nicht ankern sollten oder vielleicht auch nicht dürfen. Die Karte gibt keinen Hinweis auf Einschränkungen, wir wollen aber etwaigen Sress aus dem Wege gehen und laufen einen in der Nähe liegenden Hafen an. Mit der neuen Marina Arkösund Kajen treffen wir keine ganz billige, aber ansonsten gute Wahl.

Arkösund voraus

Mittwoch, 04. Juli: Ankerbucht Haskö/Lisselön - Arkösund,  18,0 Sm mit Maschine, 3,5 Stunden

Mittwoch 04. Juli 2012 in der neuen Marina Arkösund Kajen

Der Donnerstag beginnt wieder sonnig, gegen Mittag ziehen dann Wolken auf. Wir verlassen Arkösund um 13.20. Bei einem Ostwind von 3-4 Bft. läßt es sich gut segeln. Nach lediglich 11 Seemeilen machen wir um 15.25 in Nävekvarn fest. Es ist ein netter Sportboothafen mit reizvoller Umgebung, ca. 20 Sm östlich von Norrköping gelegen.

Donnerstag, 05. Juli: Arkösund - Nävekvarn,  11,0 Sm, davon 0,8 mit Maschine, 2,1 Stunden

Da sich die Sonne morgen ebenfalls eher selten zeigen wird, wollen wir hier bis zum Sonnabend bleiben. Den Freitag nutze ich dann zu Schleifarbeiten im Cockpit. Es wird bei 25° Lufttemperatur eine schweißtreibende Arbeit. Das Ergebnis kann sich jedoch sehen lassen. Das mit Teakholz verkleidete Cockpit sieht anschließend fast wie neu aus.

Am Sonnabend den 07. Juli geht es dann um 12.30 wieder einen kleinen Schritt weiter. Die Sonne strahlt am blauen Himmel, es ist sehr warm, allerdings kommt der schwache Wind aus Ost und damit für uns genau gegenan. Wir motoren 12 Seemeilen und machen um 14.30 im Hafen von Öxelösund fest. Hier können wir unsere Vorräte auffrischen und Geld am Automaten ziehen. Die schwedische Krone steht aktuell bei 1 Euro :8,64 SEK. Vor drei Jahren war das Verhältnis 1:11,15, das ist ein Wert- und damit ein Kaufkraftverlust des Euros von satten 29 %! Soviel zur Eurokrise.

Den schönen Sommertag lassen wir im Cockpit sitzend nach dem Abendessen mit Lesen ausklingen. Gegen 22.45 geht es dann etwas tiefer, in den Salon zum (Weiter-) Lesen und Fernsehen.

 

Sonntag, 08. bis Sonnabend, 15. Juli 2012  -  Von Öxelösund ins Naturreservat
                                                                          Ringsön und nach Nynäshamn

In der Nacht zum Sonntag regnet es und am Morgen ist der Himmel erwartungsgemäß grau. Es bleibt jedoch warm.

Im Hafen von Öxelesund am Sonntag Mittag

Um 13.00 geht es weiter. Wir wollen in den Västerfjärden innerhalb des Naturreservats Ringsön. Der Himmel ist düster, es ist schwach windig und nach kurzer Zeit umgibt uns Seenebel mit einer Sichtweite von ca. 1/2 Seemeile. Ab und zu regnet es. Auch heute müssen wir motoren. Als wir nach 2 1/4 Stunden unseren Ankerplatz erreichen, reißt der Himmel wie vorhergesagt auf und die Sonne erscheint wieder am blauen Himmel.

Sonntag, 08. Juli: Öxelösund - Västerfjärden/Ringsön,  13,0 Sm mit Maschine, 2,25 Stunden

Ankerplatz Västerfjärden/Ringsön

Der Montag beginnt traumhaft, wir bleiben noch einen weiteren Tag. Wir baden, bei 20° Wassertemperatur ist das jetzt gut erträglich, sind etwa 1,5 Stunden mit unserem Außenborder-Schlauchboot unterwegs und treffen dabei Fahrtensegler wieder, die mit ihrem Papagei unterwegs sind und die wir 2009 schon einmal getroffen haben. Später kommt ein Versorgungsboot längsseits, wir kaufen Erdbeeren, Eis und Brötchen.

Am Dienstag wollen wir weiter nach Nynäshamn. Sonne und lockere Bewölkung wechseln sich ab, als wir um 10.45 unseren Ankerplatz Västerfjärden/Ringsön verlassen. Es weht ein frischer Wind mit bis zu 20 Kn aus Süd, der uns gut voran bringt. Bereits um 15.10 erreichen wir nach 26 Seemeilen das geschäftige Nynäshamn.

Ringsön/Västerfjärden - Nynäshamn, 26 Seemeilen, 4:25 Stunden, Durchschnitt 5,6 Kn, die Vmax 9,2 Kn,
ein schöner Segeltag!

Dienstag, 10. Juli im Hafen von Nynäshamn

Webcamfoto des Hafens von Nynäshamn vom 10. Juli
Aquamarin ist das 2. Boot am Kai, erkennbar an den zwei blauen Rollvorsegeln

Mittwoch, den 11. Juli machen wir einen Tagesausflug mit dem Pendelzug von Nynäshamn in die Innenstadt Stockholms mit anschließendem Besuch bei Verwandten

Donnerstag, den 12. Juli, Nynäshamn - Ankerbucht Ranöhamn und
Freitag, den 13. Juli weiter über Ütö nach Dalarö-Karlslund

Donnerstag, den 12. bis Freitag, den 13. Juli sind wir in der Ankerbucht Ranöhamn

Am Freitag, den 13. Juli ist unser eigentliches Tagesziel die Insel Utö.
Nachdem unser Heckanker bei starkem Querwind nicht hält, wechseln wir in den Hafen von Dalarö-Karlslund.

Am Sonnabend, den 14. Juli, verholen wir uns aus dem pro Nacht 42 Euro kostenden Dalarö-Karlslund auf den nur 4 Seemeilen entfernten kostenlosen Ankerplatz Kolnäsviken auf der Insel Ornö, den wir bereits aus dem letzten Jahr kennen. Am frühen Nachmittag bezieht sich der Himmel, es wird ungemütlich. In der Nacht regnet es mehrfach sehr stark.

Sonntag, 15. bis Sonntag, 22. Juli 2012  -  Von Ornö bis Stockholm

Den Sonntag bleiben wir noch auf Ornö, es ist schwülwarm, die Sonne läßt sich nur selten blicken. Wir bringen unsere Fahrräder an Land und machen einen 15-km langen und sehr schönen Ausflug zur Kirkviken. Dort ziehen wir mit Gesang in das nächste Restaurant ... Es wird ebenfalls ein teures Vergnügen. Umgerechnet stolze 25 Euro für zwei Eisbecher und einen Milchkaffee! Das sind bereits spürbare Auswirkungen unseres immer schwächer werdenden Euros.

Zum Start bereit

Hier muss doch irgendwo die zugehörige Ferienhaussiedlung sein

Kaffeepause in Kirkviken auf Ornö. Die Preise musste man sich wegdenken.

Nach dem Restaurant besuchen wir das Ornö-Inselmuseum mit u.a. einer beeindruckenden Fotosammlung über das Inselleben in den letzten knapp 200 Jahren.

Nach unserer Rückkehr am späten Nachmittag baden wir erst einmal. Die Sonne läßt sich wieder blicken, uns erwartet eine ruhige Nacht und ein sonniger Montag.

Ornö/Kolnäsviken am Montag Morgen

Um 10.30 setzen wir uns am Montag in Bewegung. Der Wind kommt mit 4-5 Bft. aus Süd bis Südwest, wir nutzen bei einem Vor- bis Halbwindkurs nur das Großsegel, es werden angenehme 10 Seemeilen bis wir nach 2,5 Stunden unseren nächsten Ankerplatz, die Erikstorpsviken erreichen. Hier sind wir das erste Mal in diesem Jahr wirklich allein. Huhu!

 

In der Erikstorpsviken sind wir endlich mal nur unter uns!
Wir liegen faul in der Sonne, machen einen längeren Ausflug mit unserem Beiboot, pflegen unsere Webseite ...

Am späten Abend bekommen wir dann doch noch Gesellschaft. Ein in Stockholm lebender Deutscher ankert nur einen Steinwurf von uns entfernt. Es wird eine ruhige Nacht.

17. - 22. Juli Erikstorpsviken bis Stockholm, 70 Seemeilen, davon 26 gesegelt

Der Dienstag beginnt wieder warm und strahlend schön. Als wir gegen Mittag unseren Ankerplatz verlassen wollen, ziehen jedoch erste Wolken auf und wenig später beginnt es zu regnen. In einer Regenpause setzen wir uns in Richtung der nur 5 Seemeilen entfernten Napoleonsviken in Bewegung. Kurz bevor wir unser Ziel erreichen erwischt uns noch ein schweres Gewitter, so dass wir erst einmal 30 Minuten langsame Kreise ziehen, um nicht im strömenden Regen hinaus zu müssen. Napoleonsviken ist eine sehr schöne tiefe Bucht an der Südseite der Insel Ägnö und einer der gefragtesten Ankerplätze im Umfeld von Stockholm. An schönen Tagen sollen hier häufig weit über 100 Sportboote vor Anker oder an den Felsenplätzen liegen. Zu dieser Zeit zähle ich 27 Boote. Im Sommer 1869 machte Kaiser Napoleon III. hier Station und nahm genau an der Stelle, wo wir heute ankern, ein erfrischendes kaiserliches Bad. Er verlieh so ungewollt dieser Bucht ihren heutigen Namen. Wir werden es ihm heute abend gleichtun (Wassertemperatur 17,8° brrr). Gegen 17.00 kommt die Sonne wieder zu Vorschein.

In der Napoleonviken

Am Mittwoch heißt es um 10.45 Anker auf. Der Himmel über uns und über den Schären ist blau, Richtung Stockholm sieht es eher düster aus. Und genau da müssen wir hin. Wir sind mit unseren Freunden Charlotte und Dieter verabredet, die uns gegen Mittag im 6 Seemeilen entfernten Saltjösbaden erwarten. Als wir dort ankommen sind sie bereits am Steg und können unsere Leinen übernehmen. Sie werden einige Tage auf unserem Boot bleiben. Nach dem Begrüßungssekt geht es erst einmal zum gemeinsamen Einkauf, drei Bahnstationen Richtung Stockholm. Regen bleibt uns bis zum Abend erspart und dann öffnet der Himmel doch noch kurzzeitig seine Schleusen. Den Abend können wir bereits wieder im Cockpit verbringen. Nach dem Abendessen und anschließendem Klönen folgt für Bettina und mich noch ein längerer Mitternachtsspaziergang unter einem hellen Nordhimmel. Übrigens: Mit 450 SEK, entsprechend 52.- Euro, ist Saltjösbaden der teuerste Hafen unserer langjährigen Segeltörns. Wir nähern uns hier mit kleinen Schritten den Verhältnissen im Mittelmeer.

Mit Charlotte im Cockpit

Das Radisson SAS Grand Hotel in Saltjösbaden hatte schon viele weltbrühmte Gäste

Am Donnerstag geht es um 07.30 aus den Federn, nach dem Frühstück im Cockpit wird noch Wasser getankt und um 10.10 werfen wir unsere Leinen los. Es wird trotz des nur schwachen Winds ein sehr schöner Segeltag, den wir um 14.00 nach insgesamt 17 Seemeilen im wunderschönen Hafen Malmakvarn beenden.

In Malvakvarn

Unser Anlegebier in Malvakvarn

Dieter bei der Arbeit

Am Freitag geht es unter Doppelfock weiter

Nach 17 Seemeilen: Unser Ankerplatz Ladnafladen

Bei einem Bootsausflug geht uns 1,5 km vor unserem Ankerplatz der Sprit aus

Dieter und Charlotte paddeln uns gekonnt zurück

Am Sonnabend kommen unsere Frühstücksbrötchen mit dem Brötchenboot

Vaxholm erreichen wir nach 17 Seemeilen um 14.25

Gemeinsames Krabbenpulen am Nachmittag

Eine flotte Damenband sorgte am Abend mit gekonnter Musik für Stimmung

Am Sonntag erreichen wir um 12.15 den Navihamn in Stockholm

Und am Nachmittag sind wir bereits zum ersten Mal in der Innenstadt

 

Montag, 23. bis Dienstag, 31. Juli 2012  -  Stockholm


Am Montag Nachmittag verlassen uns Charlotte und Dieter Richtung Gotland

Bereits wenig später sind wir nach Danderyt unterwegs,
wo wir bei unseren Stockholmer Freunden Dietrich und Rita zum Abendessen eingeladen sind

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Den Dienstag vertreiben wir uns mit Einkäufen in der Stadt und der Mittwoch ist Schlossbesichtigungs- und Museeumstag. Um 15.30 sind wir wieder an Bord und um 16.00 stehen unsere Freunde Karin und Rolf vor dem Hafen. Sie werden mit uns eine gemeinsame Segelwoche in den Stockholmer Schären verbringen.

Das dramatische Theater am Nybroplan

Prachthäuser am Strandvägen

Djurgardsfärja, verkehrt zwischen Nybroplan und Gamla Stan und hält an der Insel Djurgarden

Ausflugsboot vor Strandvägen

Nordisches Museeum

Der Königliche Palast

Königliches Opernhaus

Das Parlament

Königlicher Palast

Am Donnerstag geht es mit Karin und Rolf nochmals zurück in den Stockholmer Schärengarten. Am späten Mittag ankern wir in der Napoleonsviken, die sich bis zum Abend mit über 60 weiteren Booten füllt.

Donnerstag, 26. Juli 2012, Ankerplatz Napoleonviken

Blick vom Felsen Domkyrka auf die Napoleonviken

Auf der Nordseite von Ägno besuchen wir ein Lager der Seepfadfinder

Freitag, 27. Juli 2012, Abendessen im Krog von Malvakvarn

Im Schein der Abendsonne in Malvakvarn

Aquamarin im Hafen Malvakvarn

Unterwegs zum Ankerplatz Gälnö/Helmfladen am Sonnabend, 28. Juli

Zum Sundowner auf der Insel Gälnö

Sonntag, 29. Juli, Felsenliegeplatz in der Paradiesviken

Am Montag geht es von der Paradiesviken nach Vaxholm

Am Dienstag schließt sich auch hier der Kreis. Wir verlassen am Mittag Vaxholm und kehren nach sechs nicht nur wettermäßig schönen Tagen in den Schären mit unseren Freunden Karin und Rolf nochmals nach Stockholm in "unseren" Navihamn zurück. Den Nachmittag verbringen wir nach einer Gewitterunterbrechung gemeinsam im Zentrum der Stadt. Nach dem Abendessen im Cockpit bilden sich zwei Kleingruppen, die Frauen bleiben draußen, Rolf und ich sitzen im Salon vor dem Fernseher, es ist Olympiazeit.

Karin und Rolf verlassen uns am Mittwoch um 09.00 Richtung Heimat. Wir werden noch bis zum Freitag in Stockholm bleiben.

 

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