Stockholm bis Fehmarn    

Autor: Hans-Joachim

Freitag, 05. bis Freitag, 12. August 2011   -    Stockholm

Am Freitag haben wir Stockholm erreicht, eine Stadt, die wir seit vielen Jahren immer wieder gern besuchen und in der wir uns schon fast wie zu Hause fühlen. Seit dem Beginn unseres diesjährigen Sommertörns, Anfang Juni in Burgstaaken auf Fehmarn, haben wir genau 1.639 Seemeilen oder - für Nichtsegler -  3.035 km zurückgelegt. An der finnischen Westküste nordwärts bis Haparanda und anschließend an der schwedischen Ostküste zurück bis nach Stockholm. Für uns war es seglerisches Neuland und gleichzeitig ein großer Gewinn. Wir haben ein Gefühl für die Größe und die Entfernungen im Bottnischen Meerbusen bekommen, Alandsee, Bottensee Süd und Nord, Quark und Bottenwiek befahren, dabei unglaublich viel gesehen und neue Eindrücke bekommen. Wir haben viele Menschen getroffen, mit denen uns unser gemeinsames Segelhobby verbindet und auch neue Freunde gewonnen. Und dann das Wetter: Seit Fehmarn ganze 10 Wochen lang, nur mit wenigen stundenweisen Unterbrechungen, Sonne und hochsommerliche Temperaturen ohne Ende. Schwimmen in der Ostsee, dicht am nördlichen Polarkreis, bei 24° Wassertemperatur? Wir fühlten uns häufig in die Karibik versetzt. Wenn uns das jemand vorher gesagt hätte, wir hätten es nicht geglaubt. Viele unserer bisherigen Vorstellungen vom hohen Norden mussten wir revidieren. Die wunderschöne Küstenlandschaft, das Licht, die taghellen Nächte und die freundlichen Menschen haben uns tief beeindruckt. Karibik? Das Gute liegt doch so nahe!

Freitag Abend verbringen wir in der Innenstadt. Am Sonnabend treffen wir uns mit Rita und Dietrich, einem Schulkameraden aus Berlin, der seit Mitte der 60-iger Jahre in Stockholm lebt, auf unserem Boot. Wir besuchen gemeinsam das Museum Millesgarden und den dazugehörenden 18.000 m² großen Skulpturenpark auf der Insel Lidingö im Osten der Stadt. Das Anwesen gehörte dem Bildhauer Carl Milles, der hier sein gesamtes durch seine Werke angesammeltes Privatvermögen in eine Verknüpfung von Architektur, Bildhauerei, Natur und Wasser investierte.

Den Nachmittag bis in den Abend hinein sind wir dann einmal mehr Gäste von Rita, einer begnadeten Köchin, und Dietrich. Auch von dieser Stelle aus herzlichen Dank für den schönen Tag.

A

Der "gefährliche" Kampfhund Bada

Man soll das schöne Wetter nicht zu laut beschreien. Am Sonntag hat es uns nun auch voll erwischt. Es regnet fast den ganzen Tag, bleibt allerdings mit 22° noch relativ warm. Wir faulenzen und wagen uns gegen Abend doch noch in die Innenstadt, bummeln und gehen dann chinesisch Essen.

Der Montag ist sommerlich, am Dienstag ist es heiter bis wolkig und drückend warm. Wir machen Einkäufe in der Stadt, sind u.a. zweimal mit dem Fahrrad bei Lidl und freuen uns am Nachmittag über den Besuch unserer Stockholmer Verwandschaft. Es stehen ein Spaziergang durch den Park Waldemarsudde und gemeinsames Kaffeetrinken an Bord auf dem Plan.

Ulrika und Peer mit Baby Elias

Am Mittwoch treffen wir uns um 10.30 am U-Bahnhof Danderyts Sjukhus mit Rita und Dietrich zu einem Ausflug nach Norrtälje, ca. 90 km nordöstlich von Stockholm gelegen. Wir fahren mit einem Doppeldecker-Linienbus und großartig, unsere etwa 17 € teure (oder wohl besser billige) Senioren-Wochenkarte für die Stockholmer Busse und Bahnen, mit der wir täglich durch die Stadt geistern, gilt auch hier. Das Wetter ist durchwachsen, wir bleiben aber von Regen verschont. Norrtälje ist ein sehenswertes Ausflugsziel und wir verleben gemeinsam einen sehr schönen Tag.

Am Donnerstag nutzen wir nochmals unsere Senioren-Wochenkarten, fahren diesmal per Straßenbahm und Fähre in die Altstadt um dort Geld unter die Leute zu bringen und nutzen dann die blauen Buslinien 3 und 4 zu ausgiebigen Stadtrundfahrten. Später, zurück auf dem Boot, werden wir von Peer zum Abendessen abgeholt, Ulrika hat gekocht. Es schmeckt uns vorzüglich. Es wird ein richtig netter Abend.

Da muss man sich doch einfach wohlfühlen

Stockholm war wieder einen Aufenthalt wert. Morgen werden wir die Stadt verlassen und uns langssam und in kleinen Etappen auf den Heimweg nach Deutschland begeben.

 

Freitag, 12. bis Freitag, 19. August 2011   -    Es geht wieder südwärts

Um Punkt 12.00 verlassen wir am Freitag den Navishamn. Bei leichtem Wind aus Nord und schönstem Sommerwetter bewegen wir uns 26 Sm, bevor unser Anker um 16.20 in der Kolnäsviken fällt, einer kleinen und rundum geschützten Bucht auf der Insel Ornö.

Kolnäsviken auf Ornö  - ein gefragter Ankerplatz

Am Sonnabend, den 13. August, holen wir unseren Anker um 10.45 auf. Zwei bis drei Windstärken aus NE schieben uns gemächlich voran. Wir baumen die Genua aus. Später dreht der Wind auf Ost und nimmt etwas zu. Die 18 Sm bis Nynäshamn sind entspanntes Sommer-Sonnen-Segeln. Um 15.00 Uhr sind wir im Hafen, gehen einkaufen, bummeln, lesen und sehen am späten Abend einen James Bond Film im schwedischen Fernsehen.

Oben: Unterwegs nach Nynäshamn   -   Unten: Im Hafen von Nynäsham 58° 53,9 N, 017° 57,1 E

Am Sonntag geht es dann um 12.15 weiter. Anfangs noch sonnig, ziehen am Nachmittag Wolken auf. Als wir nach 25,5 Seemeilen, um 16.10, im Västerfjorden innerhalb  des Inselarchipels Ringsön (58° 43,974 N, 017° 26,575 E) den Anker fallen lassen, hat sich die Wolkendecke geschlossen. Auf dem Weg sind wir vor dem Wind annähernd zwei Stunden lang unter Doppelfock (GenuaFock) gesegelt. Warum haben wir das eigentlich noch nie probiert? Es funktionierte hervorragend, bei durchweg über sechs Knoten Fahrt.

Auf dem Weg zum Ankerplatz Västerfjorden, in dem wir bereits 2009 drei schöne Tage verbracht haben.

Kurze Zeit nachdem wir am nächsten und bereits wieder sonnigen Morgen noch unter Motor den Västerfjorden verlassen, überholen wir die bei schwachem Wind nur mit Genua segelnde HR 39 Carpe Diem, auf der wir 2007 in Lettland einen sehr schönen Abend verbracht haben. Wir können mit dem Skipper, der uns auch sofort wiedererkennt, noch einige Worte wechseln und hoffen, dass wir uns an einem der nächsten Tagesziele treffen werden.

Nach nur 14 bei leichtem Wind gesegelten Seemeilen machen wir im Hafen von Oxelösund fest

Am Dienstag geht es dann zuerst bei asoluter Flaute weiter. Über die gesamten 31 Tagesmeilen, bis hin zur Ankerbucht Haskö auf 58° 15,2 N und 016°, 54,8 E, die wir seit 2009 nicht mehr auslassen, wechseln sich permanent Motor- und Segelabschnitte ab. Am Ankerplatz angekommen setzen wir, wie bei der Hinfahrt, sofort zurm kleinen Fischeranleger über und decken uns dort wieder mit köstlichstem Räucherlachs ein. Anschließend reinigen wir unsere Bootsaußenhaut endlich einmal von den großen Gilbflächen. Hoffentlich hält diese Säuberungsaktion wenigstens einige Tage. Bei Lufttemperaturen um 24° und einer Wassertemperatur von immerhin noch 19° ist auch Schwimmen wieder mal angesagt.

Der Mittwoch beginnt sonnig, wir drehen erneut unsere Schwimmrunden um das ankernde Boot und frühstücken aschließend ausgiebig. Nachdem wir um 10.15 den Ankerplatz verlassen haben, bewölkt sich der Himmel zunehmend und am Nachmittag regnet es dann sogar etwas. Der leichte Wind kommt uns frontal aus Süd entgegen, wir können nur motoren.

Um 16.20 machen wir an einer Mooringleine im kleinen Inselhafen von Idö fest. Ab und zu nieselt es ein wenig, dann läßt sich wieder die Sonne blicken. Es ist schwül warm. Wr machen einen längeren Inselspaziergang auf urwüchsigen gekennzeichneten Wegen.

Der Donnerstag beginnt sommerlich warm, ein leichter Wind kommt aus West und wir disponieren um. Statt den südwärts gerichteten engen Schärenweg nach Fiegeholm oder Oskarshamn zu nehmen, entscheiden wir uns um 09.20 für Byxelkrok auf Nordöland, das wir mit etwa 160° direkt anlegen können. Es wird eine wunderschöne Segeletappe nach Öland. Nach kurzweiligen 26 Seemeilen, verkürzt durch das Hörbuch (haben wir leider erst jetzt für das Segeln entdeckt) Ich bin dann mal weg von Hape Kerkeling, beeindruckend gelesen durch den Autor, legen wir um 13.20 in Byxelkrok an. Da von morgen Mittag an bis zum frühen Sonntag mit Starkwind zu rechnen ist (die Windvorhersagen sind noch uneinheitlich, teilweise wird von Böen bis 10 Bft. aus NE gesprochen), werden wir hier bis zum Sonntag bleiben. In diesem gut ausgestatteten und reizvollen Fischerhafen mit neuem Gästesteg kein Problem. Drahtloses Internet, Wasser, Strom, Duschen, deutsche Zeitungen am Kiosk, ICA-Supermarkt, Fischräucherei, Boutiken und viele Restaurants bieten alles, was das Herz begehrt. Der Sturm kann ruhig kommen.

Im Hafen von Byxelkrok/Öland  -  Donnerstag, 18. August 2011

Freitag, 19. bis Freitag, 26. August 2011   -    Byxelkrok bis Bornholm

Der Freitag beginnt mit strömendem Regen. Für uns eine Abwechslung nach einer 12 wöchigen Schönwetterperiode! Der Wind bläst bereits kräftig, vom Sturm ist er aber noch weit entfernt. Am Abend hört der Regen auf, die Sonne läßt sich wieder blicken und auch der Wind macht Pause. Wir machen einen längeren und sehr schönen Spaziergang und glauben uns fast im Auge des Hurrikans, so ruhig ist es. Tatsächlich verstärkt sich der Wind später auf bis zu 8 Bft. deutlich. Er dreht dabei langsam von SW über W auf NW. Aquamarin tanzt am Kai, geschützt durch insgesamt 10 (!) Fender, die Leinen rucken und knarren, es wird eine sehr unruhige Nacht. Das geht so bis zum frühen Sonnabend Nachmittag. Dann ist der Spuk auf einmal vorbei. Die Wolken lösen sich plötzlich in Nichts auf, die Sonne kommt mit ungebrochener Kraft zurück.

Um 15.00 Uhr schwingen wir uns auf unsere Räder und beginnen eine Küstenradtour, die uns nach 22 km direkt und rein zufällig an einer Eisbude vorbeiführt. Jeder bestellt sich drei große Kugeln Eis (ich mit Sahne und Erdbeersoße). Wir sitzen in der warmen Sonne, blicken aufs Meer, schlabbern Eis und verlängern dann -weil es so gut schmeckt- unsere Pause durch einen dicken Nachschlag.

Unterwegs treffen wir auf richtig glückliche Kühe - sie lassen sich durch uns nicht beeindrucken

Am Abend steht wieder James Bond auf dem Programm und dann folgt die Nachtruhe. Um 06.15 ist die Nacht zu Ende, wir wollen weiter und eine kurze Westwindlage nutzen, bevor Süd angesagt ist. Um 07.05 geht es los, sechs Seemeilen können wir prima segeln, dann schwächelt der Wind und fängt an, auf Süd zu drehen. Bei 35° zum scheinbaren Wind und nur noch vier Knoten Fahrt nehme ich den Motor als Stütze und dabei bleibt es dann für heute. Ursprünglich war Borgholm auf Öland angesagt, unter Motor starten wir jetzt unmittelbar nach Kalmar durch. Es werden 50 Tagesmeilen.

Dort treffen wir um 14.30 ein, besorgen uns umgehend die Sonnabend-FAZ und den letzten Spiegel und genießen anschließend mit Cappuccino und warmen Zitronenkuchen aus dem Cockpit heraus das bunte Hafentreiben.

Am Abend schlagen wir uns an einem köstlichen China-Restaurant-Buffett unsere Bäuche voll. Uff, wir müssen jetzt zwei Tage bei Wasser und Brot versuchen, diese Völlerei zu kompensieren.

Wir bleiben auch am Montag noch in Kalmar und genießen das spätsommerliche Wetter.

Am Dienstag geht es dann um 10.20 weiter ins 30 Seemeilen entfernte Kristianopel. Das Wetter ist super, nur der Wind schwächelt noch immer. Nachdem wir die Segel viermal aus- und wieder eingerollt haben, reicht es uns. Wir motoren deshalb den größten Teil des Weges. In Kristianopel erhalten wir aktuelle Wettermeldungen, die ab Sonnabend für mehrere Tage Starkwind aus West vorhersagen. Bis in den späten Abend überlegen wir uns deshalb mehrere Alternativrouten bis zum Freitag. Wir entscheiden uns für den Weg über den südlichsten Außenposten Schwedens, Utklipan (Mittwoch 25 Sm) und Rönne auf Bornholm (Donnerstag 68 Sm) nach Sassnitz auf Rügen (Freitag 52 Sm), wenn die Wetterprognosen so bleiben, wie im Augenblick. Von Sassnitz aus können wir uns dann in den Folgetagen, auch bei stärkeren westlichen Winden, um den Südteil der Insel und dann durch den Strelasund bis nach Barhöft vorarbeiten. Von dort aus wären es dann nur noch zwei Tagesreisen bis nach Fehmarn.

Im Hafen von Kristianopel

Am Mittwoch ist der Himmel bedeckt, der Wind kommt mit bis zu 24 Knoten (6 Bft.) aus ESE. Um 09.50 gehts los und bereits um 13.30 machen wir in dem kleinen Nothafen auf Utklipan fest. Hier ist eine Seehundkolonie von derzeit etwa 150 Tieren beheimatet. Wir können sie aus der Ferne beobachten. Am Abend sitzen wir mit Hanni und Mecki von der HR 37 TIN TIN in unserem Cockpit zusammen. Unsere Wege haben sich seit Öregrund immer wieder gekreuzt. Um 21.30 kommt noch die Crew eines 27 Fußbootes (Vater und Sohn) dazu, die wir in Kristianopel kennengelernt und die diesen Hafen nach uns verlassen haben. Bettina macht für die beiden noch einige Brote und gemeinsam köpfen wir dann an diesem Abend auch noch die 3. und 4. Flasche Mum-Sekt.

 

Am Donnerstag stehen wir um 06.30 auf. Um uns herum herrscht pottendicker Nebel, Sichtweite um die 100 Meter! Nur mit Radarhilfe hat man bei diesen Verhältnissen eine Chance den Hafen zu verlassen. Um 07.50 legen wir ab, die Sicht beträgt jetzt schätzungsweise 0,2 Seemeilen. Um 11.40 passiert uns im Abstand von lediglich 0,3 Seemeilen das zweitgrößte und modernste Passagierschiff der Welt, die neue Queen Elizabeth der Cunnard-Line. Ein überwältigendes Erlebnis, wie sie auf einmal schemenhaft, wie ein Geisterschiff, aus dem Nebel auftaucht. Wir hatten sie seit längerem als sehr großes Objekt, das zuerst auf uns zuläuft und dann eine leichte Kurskorrektur vornimmt, auf dem Radarschirm verfolgt und waren gespannt, ob wir dieses Schiff im Nebel zu sehen bekommen. Und dann das! Wir waren so perplex, dass wir erst sehr spät zum Fotoapparat gegriffen haben.

Die Queen Elizabeth verschwindet bereits wieder im Nebel

"Seit Oktober 2010 bereist nun das dritte Schiff der Cunard Reederei die Weltmeere. Die Queen Elizabeth ist das zweitgrößte Cunard-Schiff, das jemals gebaut wurde - gleich nach der legendären Queen Mary 2. Die Queen Elizabeth richtet sich sicherlich primär an den amerikanischen bzw. britischen Markt - das sind die klassischen Hauptmärkte von Cunard - jedoch werden sich auf der Queen Elizabeth diejenigen besonders wohlfühlen, die dem klassisch-britischen Ambiente aufgeschlossen sind. Dabei setzt Cunard konsequent auf das "britische Erlebnis" an Bord. 
Ein Vorteil der etwas geringeren Dimensionierung der QE ist, dass sie auch die Möglichkeit hat, den Panamakanal zu Durchqueren. Diese Vergnügen bleibt der gigantischen Queen Mary 2 verwehrt, da sie schlichtweg zu groß ist."

 

Um 17.50 erreichen wir Rönne auf der Insel Bornholm. Es ist für uns nur eine Schlafstation, denn bereits am nächsten Morgen, Freitag, den 26. August, geht es um 08.50 nach Plan weiter nach Deutschland. Heute scheint die Sonne und es ist sehr warm. Der Wind kommt aus ESE  mit bis zu 23 Knoten. Mit halbem bis raumem Wind geht es mit 6,5 bis zu 9,5 Knoten schnell Richtung Saßnitz. Zwischendurch stochern wir nochmals etwa zwei Stunden lang im Seenebel, lavieren uns mittels Radar durch eine Fischfangflotte und erleben einen herrlichen Segeltag. Um 16.40 machen wir nach 55 Seemeilen im Hafen von Saßnitz/Rügen fest.

Aquamarin im Hafen Saßnitz

Aquamarin an der Hafenmole in Saßnitz  -  Unten: Kleine Privatyacht unter Billigflagge

Wir bleiben bis einschließlich Mittwoch, den 31. August, in Saßnitz. Der Wind aus SW bis W ist bis zum Dienstag, 30. August, mit 5-6 Bft., teilweise mit Böen von 7-8 Bft.,  zu stark, um mit Spaß am Segeln weiterzukommen. Am Mittwoch läßt der Wind dann nach, es regnet jedoch fast ununterbrochen - wir hatten schon fast vergessen wie das ist.

Am Donnerstag, 01. September, geht es 41 Seemeilen weiter. Um kurz vor sechs legen wir in der Marina Neuhof an, einem kleiner Hafen am Strelasund, den wir seit Jahren immer wieder gern besuchen, nur fünf Seemeilen vor der Ziegelgrabenbrücke in Stralsund gelegen.

Marina Neuhof

Die Brücke öffnet täglich um 12.20. Um 11.30 verlassen wir Neuhof und machen bereits eine Stunde später im Yachthafen Stralsund zu einem kurzen Zwischenstopp fest.

Die neue Rügenbrücke und die Ziegelgrabenbrücke

Wir besuchen die Innenstadt und finden in der Fußgängerzone eher zufällig einen gut organisierten Frisörsalon in dem wir beide unmittelbar und ohne jede Voranmeldung unsere Haare geschnitten bekommen. Das war nach mehr als drei Monaten überfällig. Ich fühlte mich mit meiner Haarpracht bereits als eine Kreuzung zwischen Künstler und Hirtenhund. Mit einigen Einkäufen beenden wir unsere Stralsund-Stippvisite und setzen um 15.00 unsere Reise durch den Strelasund bis nach Barhöft fort.  Dort beenden wir im Restaurant Seeblick den Tag mit einem köstlichen Abendessen.

Am Sonnabend frühstücken wir ausgiebig, Brötchen und FAZ machen das Frühstück erst zum richtigen Frühstück, und machen uns dann um 09.35 auf den Weg zu unserer vorletzten Etappe nach Warnemünde. Um 17.25 kommen wir nach insgesamt 46 Tagesmeilen im Yachthafen Hohe Düne an.

Rostock Warnemünde

Am Sonntag, den 4. September legen wir unsere letzten diesjährigen 36 Seemeilen nach Fehmarn zurück. Wir beenden damit unseren diesjährigen Sommertörn, der uns über 2.200 Seemeilen bis dicht an den Polarkreis geführt hat. Den Montag und Dienstag verbringen wir noch an Bord und machen unser Schiff winterfest. Am Mittwoch geht es dann endgültig heimwärts.

 

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