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Sonnabend, 09. bis Montag, 11. August 2008

Am Sonnabend haben wir Strömstad aufgrund des eher durchwachsenen Wetters Richtung Süden verlassen. Auf einen Besuch Norwegens verzichten wir in diesem Jahr. Obwohl Starkwind angesagt wurde erleben wir nur schwache Winde, bis hin zur Flaute. Bis auf wenige Seemeilen müssen wir die meiste Zeit motoren und fahren deshalb lediglich die rund 20 sm bis Grebbestad, wo wir Anfang der Woche schon einmal Station gemacht haben. Im Hafen ist diesmal viel Platz, es fehlen viele Norweger, deren Ferien an diesem Wochende zu Ende gehen. Auch für die Schweden gehen die Sommerferien in der kommenden Woche zu Ende, dann wird es in allen Häfen schlagartig leer sein.

In Grebbestad machen wir direkt vor der Restaurantpier fest, auf der immer noch viel los ist. Abends erleben wir nacheinander Liveauftritte dreier Musikbands, zuletzt und bis 02.00 Uhr nachts, direkt vor unserem Boot. Die Bässe brachten sogar unser Geschirr zum Klingen! Auch wenn wir nicht bis zum Ende (direkt) dabei geblieben sind: Uns hat es Spaß gemacht.

Der für Sonnabend angesagte Starkwind traf dann mit Verspätung am Sonntag aus Richtung S-SW ein und hielt sich, verbunden mit häufigen Regenschauern erst einmal bis Montag. Wir bleiben deshalb und machen es uns erst einmal gemütlich. Längere und durchaus auch sonnige Regenpausen nutzen wir für Einkäufe, Spaziergänge und Fahrradtouren. So lernen wir Grebbestad und Umgebung recht gut kennen.

Dienstag, 12. bis Freitag, 15. August 2008

Am Dienstag geht es um 10.00 Uhr weiter. Unsere Hoffnung auf eine Westdrehung des Windes erfüllt sich nicht, Mit 5-8 Kn kommt er aus S-SW nicht sehr stark aber immer Gegenan. Im inneren Schärenfahrwasser bleibt uns wieder nur der Motor, um voran zu kommen. Dafür ist es wenigstens trocken und in der Sonne sogar angenehm warm. Trotzdem, motoren ist doof, wir machen deshalb nach kurzen 18 Seemeilen in Hunnebostrand, am Eingang des Sotekanals, fest und wollen hier auf für uns günstigere Winde warten. Der malerische Ort besitzt einen großzügigen Gasthafen, der in der Saison permanent überfüllt ist, wunderschöne Schärenbadeplätze und riesige Felsformationen als Hintergrundkulisse, die natürlich bestiegen werden können. Eine Vielzahl von Wanderwegen in einer eindrucksvollen Schärenlandschaft, mit phantastischen Ausblicken zeichnen den Ort ebenfalls aus. Natürlich sind wir auch hier wieder zu Fuß und mit unseren Rädern unterwegs.

Hunnebostrand Gästehafen

Eine der vielen Schärenbadestellen

Schärenplateau mit Blick auf das Skagerak

Am Mittwoch und am Donnerstag haben wir dann Wind bis über 30 Kn ( Sturmstärke), der eine Weiterfahrt im Schutze der Schären zwar mit Motorkraft nicht unmöglich, aber doch wenig sinnvoll macht. Wir bleiben und nutzen die längeren Sonnenphasen. Alles wie gehabt.

Spatzenparade

Freitag, 15. August 2008

Nachdem sich der Wind zwei Tage lang ausgetobt hat, soll es heute weiter gehen. Die Sonne lacht, es ist angenehm warm und mit dem leichten Südwestwind sollten wir auch segeln können. Um 11:30 Uhr legen wir ab, passieren den Sotekanal (hier muss gemotort werden) und wenig später, nach 7 Seemeilen, auch Smögen. Dann können wir die Segel setzen. Es wird ein wunderschöner Segeltag, bis dann nach 39 SM, gegen 18:00 Uhr, der Wind einschläft. Wenig später legen wir in Skärhamn an und treffen dort auf Clara, allerdings ohne die Crew zu Gesicht zu bekommen. Von den 39 Tages-Seemeilen konnten wir knapp 30 SM segeln. Teilweise extrem hoch am Wind, hatten wir uns lange Zeit mit einer bekanntermaßen sehr schnellen Hanse 470 "beharkt", die unter Vollzeug Mühe hatte, uns zu passieren. Die neuen Segel scheinen zu passen!

Ein letzter Blick auf Hunnebostrand

Clara im Hafen von Skärshamn

Sonnabend, 16. August 2008

Ein weiterer Sommer-Sonnentag beginnt mit einem kleinen Schönheitsfehler: Es herrscht Flaute. Erst am späten Vormittag kommt wieder Wind auf. Wir lösen um 11:40 Uhr unsere Leinen in Skärshamn und winden uns die ersten sechs Seemeilen durch ein Schärenlabyrinth mit engen Fahrwassern und ständigen Richtungswechseln. Hier hätten wir ohnehin kaum segeln können. Kurz vor Marstrand kann dann der Motor abgeschaltet werden. Es wird wieder ein wunderschöner Segeltag. Um 16:25 Uhr machen wir im Fiskehamn auf der Insel Öckerö, wenige SM vor Göteborg fest. Wir nutzen den schönen warmen Tag und machen eine 20 km lange Radwanderung über die Inseln Öckerö, Hönö und Björkö, die alle durch Brücken miteinander verbunden sind.

Wir passieren Marstrand mit 2-3 Kn Fahrt

Im Hafen von Öckerö

Sonntag, 17. August 2008

Wir stehen um 08:00 Uhr auf und bereiten uns auf die Weiterfahrt vor. Heute soll es zur dänischen Insel Laesö in das Kattegatt gehen. Die Wettervorhersagen (SMHI NE-N 5-9m/s, DWD N 3-4 Bft) lassen eine unkomplizierte Überfahrt erwarten. Um 10.00 Uhr werden wir ablegen.

 

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